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Beer, Beer, Max Josef Familie
Max Josef (Maximilian Johann Josef): * 1851-08-2525.8.1851 Wien, † 1908-11-25 25.11.1908 Wien. Beamter und Komponist. Sohn des Beamten und Mitbegründers des Wiener Männergesang-Vereins Johann Nepomuk Josef B., von dem er ersten Musikunterricht erhielt. Nach dem frühen Tod des Vaters weiterer Klavierunterricht, autodidaktische Harmonie- und Generalbassstudien; von J. v. Herbeck, O. Dessoff sowie E. Hanslick gefördert und zumindest von Dessoff auch (in Musiktheorie) unterrichtet. Spätestens ab 1873 trat er als Komponist hervor; ein Weihnachtslied erschien 1873 bei Spina, seine Lieder op. 1 ein Jahr später bei Kratochwill in Wien. Hauptberuflich Beamter der k. k. niederösterreichischen Statthalterei, war B. zunächst ab 1874 Mitarbeiter und in weiterer Folge bis 30.11.1882 Redaktionsmitglied der Deutschen Kunst- & Musik-Zeitung von C. M. Ziehrer; später schrieb er für die Lyra. An seinem Begräbnis nahmen u. a. R. Fuchs, C. Horn , R. Kukula und A. Robitschek sowie Abordnungen des Wiener Männergesang-Vereins und des Wiener Schubertbundes teil. Bis zuletzt war B. auch Mitglied des Direktionsrats der AKM (Nachfolger: C. M. Ziehrer).
Gedenkstätten
Grabdenkmal Wr. Zentralfriedhof 1911 (von Fritz Zerritsch).
Ehrungen
Tonkünstler-Stipendien des k. k. Cultusministeriums 1874 und 1875; Rechnungsrat 1895; Oberrechnungsrat 1907.
Werke
1 Operette (Das Stelldichein auf der Pfahlbrücke), Opern (Friedel mit der leeren Tasche UA 1892 Prag [T: Léon], Otto der Schütz, Der Pfeiferkönig), Melodramen, Geistliche Kantate Die Auferweckung des Lazarus, Lieder, Chöre (Der wilde Jäger f. Soli, Chor u. Orch.), kleinere Orchesterwerke, Klaviermusik. Klavierauszüge von Werken J. Haydns (Die Schöpfung, Die Jahreszeiten), W. A. Mozarts (Le nozze di Figaro) und C. M. v. Webers (Der Freischütz).
Literatur
Fromme 1887, 47; Eisenberg 1893; Kosel 1902; Czeike 1 (1992); ÖBL 1 (1957); Beiträge von V. Keldorfer u. A. Decker in E. Bild (Hg.), [Fs.] Der Niederösterr. Sängerbund 1863–1913, 1913; Stieger II/1 (1977); R. Hofmann, Der Wr. MGV 1893, 608; Klagenfurter Ztg. 7.10.1873, 1541; Morgen-Post 19.12.1873, 3; Dt. Musik-Ztg. 21.3.1874, 4, 9.2.1875, 4; Dt. Kunst- & Musik-Ztg. 10.12.1880, 278, 30.11.1882, 445, 30.12.1898, 252; Wr. Ztg. 16.7.1881, 2, 8.2.1895, 1; Die Lyra 1.7.1898, 3f, 1.8.1898, 4, 15.8.1898, 4, 1.9.1898, 4f; Musikalisches Wochenbl. 6.7.1877, 388, 13.7.1877, 398ff, 27.7.1877, 421–424; Neuigkeits-Welt-Bl. 25.1.1907, 6; Die Zeit 26.11.1908, Abendbl., 4, 16.12.1908, 3 Wr. Abendpost 26.11.1908, 7; Neues Wr. Abendbl. 26.11.1908, 7; NFP 27.11.1908, 11; Neues Wr. Journal 30.11.1908, 4; Ostdt. Rundschau 20.2.1909, 1f; Der Montag 23.10.1911, 2; Illustrirtes Wr. Extrabl. 22.10.1911, 7; Taufbuch 1850–51 der Pfarre Alsergrund (Wien VIII), fol. 371; Sterbebuch 1906–08 der Pfarre Wieden (Wien IV), fol. 31; eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at, Kataloge ÖNB-Musikslg.).


Sein Sohn

Otto Maximilian: * 8.3.1879 Wien, † 11.11.1946 Wien. Sänger (Tenor). War zunächst Schüler von Anton Patzelt-Norini, vielleicht an der MSch. des Kirchenmusikvereins an der Votivkirche, und studierte 1899–1901 Operngesang bei F. Forstén am Konservatorium der GdM. Erste öffentliche Auftritte sind 1898 nachweisbar. Während dieser Zeit Mitglied des Gesangvereins österreichischer Eisenbahnbeamten in Wien. 1901–07 war B. am Deutschen Landestheater in Prag engagiert (1902 Gastspiel an der königlichen Oper Berlin), 1907/08 in Crefeld (Krefeld/D) und 1908/09 in Würzburg/D. Ab 1909 wieder in Wien, gab B. hier Gesangsunterricht und gehörte ab 1910 dem Ensemble der Volksoper Wien an, wo er noch 1940 auftrat.


Ehrungen
Jubiläums-Erinnerungsmedaille 1898.
Literatur
Dt. Kunst- & Musik-Ztg. 10.3.1898, 51, 25.8.1899, 91; Mödlinger Ztg. 17.9.1898, 6; Dt. Volksbl. 1.2.1899, 13; Die Lyra 1.7.1901, 5 und 8; Reichspost 3.4.1906, 10; Wr. Allgemeine Ztg. 19.2.1910, 3; Neues Wr. Tagbl. 11.10.1910, 17; Sport & Salon 29.10.1910, 11 und 13; Der Montag 29.1.1940, 3; Taufbuch 1877–80 der Pfarre St. Karl Borromäus (Wien IV), fol. 172; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM, Dt. Bühnen-Jahrbücher, www.anno.onb.ac.at).

Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
28.2.2024
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Beer, Familie“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 28.2.2024, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_B/Beer_Familie.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Einer Kokette,
		Albumblatt von Max Josef Beer (Dt. Musik-Ztg. [Musikbeilage]
		8.8.1874, 2)© ANNO/ÖNB
Gänseblümchen, op. 45,
		Nr. 1 für Violine und Klavier von Max Beer (Dt. Kunst- & Musik-Ztg.
		[Musikbeilage] 10.5.1900, o. S.)© ANNO/ÖNB
Das treue Hertz, op. 26,
		Nr. 1, Chor von Max Josef Beer (Dt. Kunst- & Musik-Ztg. [Musikbeilage]
		14.1.1882, 5)© ANNO/ÖNB
Schilflied von Max Josef
		Beer (Dt. Musik-Ztg. [Musikbeilage] 21.10.1876,
		5)© ANNO/ÖNB
Otto
		Beer

GND
Beer, Max Josef: 116108037
OBV
Weiterführende Literatur
GND
Beer, Otto: 1269441396
OBV
Weiterführende Literatur

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