
Rovelli,
Familie
Musiker:innen
Pietro: * 6.2.1793 Bergamo/Republik Venedig (I), † 8.9.1838 Bergamo/Lombardo-Venetien. Violinist und Komponist. Erhielt ersten Violinunterricht von seinem Großvater Giovanni Battista R. (* 1740 Bergamo, † ? Bergamo), dem 1. Violinisten an Santa Maria Maggiore in Bergamo, anschließend studierte er bei R. Kreutzer in Paris. Zunächst erfolgreiche Virtuosenkonzerte gebend, ging R. 1810 mit seinem Vater nach Weimar/D, später vollendete er seine Ausbildung bei Kreutzer. 1815–19 1. Violinist am bayrischen Königshof in München („musicista della reale camera bavarese“ bzw. „primo virtuoso"). Während dieser Zeit gab er auch Konzerte außerhalb Münchens, 1817 etwa in Wien und 1819 in Prag. Ab Herbst 1819 in seiner Heimatstadt als Musiklehrer, Theaterdirigent und Kapellmeister an Santa Maria Maggiore tätig. Zu seinen Schülern zählten W. B. Molique und Thomas Täglichsbeck. Seine Capricci op. 3 und 5 erschienen in Wien bei Artaria bzw. Diabelli. Sein Vater Alessandro (* ?, † nach 1810 [Ort?]) war Dirigent am Hof zu Weimar, sein Onkel Giuseppe (* 1753 Bergamo, † 12.11.1806 Parma/I) wirkte als Violinist am Hof zu Parma („virtuoso da camera“).
Werke
Streichquartette, Capricen, Etüden.
Streichquartette, Capricen, Etüden.
Literatur
NGroveD 21 (2001); MGG 16 (1979); ÖBL 9 (1988); Wurzbach 27 (1874); Riemann 1929; Allgemeine Musikalische Ztg. 20.2.1817, Sp. 63; Wr.-Moden-Ztg. 5.4.1817, 228; Wr. allgemeine Theaterztg. 9.11.1819, 536; Wr. Ztg. 14.10.1819, 943; https://it.wikipedia.org (7/2025).
NGroveD 21 (2001); MGG 16 (1979); ÖBL 9 (1988); Wurzbach 27 (1874); Riemann 1929; Allgemeine Musikalische Ztg. 20.2.1817, Sp. 63; Wr.-Moden-Ztg. 5.4.1817, 228; Wr. allgemeine Theaterztg. 9.11.1819, 536; Wr. Ztg. 14.10.1819, 943; https://it.wikipedia.org (7/2025).
Seine Frau
Giacomina (eig. Michaela Constantia Ernestina, geb. Förster, auch Micheline, Michaelina; R.-Rederer): * 12.1.1802 Wien, † 2.3.1853 Verona. Pianistin. Über ihre musikalische Ausbildung ist nichts bekannt. Die Tochter von E. A. Förster heiratete Pietro im Alter von 17 Jahren am 4.10.1819 in Wien (ihr Trauzeuge war Peter Graf Erdödy). Danach ging sie mit ihrem Mann nach Bergamo, wo sie als erfolgreiche Pianistin wirkte. In ihrem Haus verkehrten u. a. Ga. Donizetti und Simon Mayr. Nach R.s Tod heiratete sie einen Herrn Rederer und übersiedelte nach Mailand. Hier war sie als viel gefragte Klavierlehrerin tätig. Nachdem sie ihre Tochter Constanze auf deren Konzertreisen begleitet hatte, lebte sie in Verona/I.
Literatur
Wurzbach 27 (1874); La Fama 7.3.1853, 75; Taufbuch der Pfarre St. Stephan (Wien I) 1800–03, fol. 131; Trauungsbuch der Pfarre St. Peter (Wien I) 1808–24, fol. 223.
Wurzbach 27 (1874); La Fama 7.3.1853, 75; Taufbuch der Pfarre St. Stephan (Wien I) 1800–03, fol. 131; Trauungsbuch der Pfarre St. Peter (Wien I) 1808–24, fol. 223.
Sein Sohn
Emanuele: * 16.4.1826 Bergamo, † 17.7.1912 Bergamo?. Violinist. War am Teatro Riccardi in Bergamo tätig. Unterrichtete 1873–94 am dortigen Konservatorium.
Literatur
A. Basso (Hg.), La musica. Parte seconda. Dizionario 2 (1971); Wurzbach 27 (1874).
A. Basso (Hg.), La musica. Parte seconda. Dizionario 2 (1971); Wurzbach 27 (1874).
Seine Tochter
Costanza (Constanze): * 2.2.1828 Bergamo, † 7.8.1884 Feldkirch/V. Sängerin. Erhielt ihre Gesangsausbildung 1840–47 am Konservatorium von Mailand und debütierte in Genua/I. War als italienische Opernsängerin an zahlreichen internationalen Bühnen erfolgreich (u. a. Barcelona, Bukarest, Paris, Konstantinopel). Ihre letzten 18 Lebensjahre verbrachte sie als Gesangslehrerin in Feldkirch, wo sie an Tuberkulose verstarb. Lt. Sterbebuch war der Name ihrer Mutter Angela, geb. Conti.
Literatur
Wurzbach 27 (1874); La Fama 5.8.1850, 239f; Musikalisches Wochenbl. 23.10.1884, 540; Signale für die musikalische Welt 55 (Oktober 1884), 871; Wr. allgemeine Ztg. 20.2.1852, 172; Sterbebuch der Pfarre Feldkirch 1882–84, fol. 21; https://it.wikipedia.org/wiki (7/2025).
Wurzbach 27 (1874); La Fama 5.8.1850, 239f; Musikalisches Wochenbl. 23.10.1884, 540; Signale für die musikalische Welt 55 (Oktober 1884), 871; Wr. allgemeine Ztg. 20.2.1852, 172; Sterbebuch der Pfarre Feldkirch 1882–84, fol. 21; https://it.wikipedia.org/wiki (7/2025).
Autor*innen
Christian Fastl
Monika Kornberger
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
23.7.2025
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl/Monika Kornberger,
Art. „Rovelli, Familie“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
23.7.2025, abgerufen am ),
https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dfd8
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