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Kobler, Kobler, true Jacob Hugo
* 1869-07-1313.7.1869 Döbling/NÖ (Wien XIX), † 1907-12-1818.12.1907 Wien. Komponist, Kontorist. Sohn des Kaufmanns Hermann K. (* 25.12.1831 Raußnitz/Mähren [Rousínov/CZ], † 1.10.1874 Wien) und von dessen Frau Caroline, geb. Sruh (* 1842 Pressburg [Bratislava], † 21.6.1922 Wien). Nach dem frühen Tod seines Vaters heiratete seine Mutter am 16.11.1879 den verwitweten Kaufmann Philipp Fuchs (* 18.8.1830 Neustadt an der Waag/Ungarn [Nové Mesto nad Váhom/SK], † 22.1.1920 Wien). Zu seiner musikalischen Ausbildung ist nichts bekannt. Dass er jener H. K. war, der an der von Arthur Könnemann geleiteten MSch. Ostrau 1901 mit Vorzug abschloss, ist eher unwahrscheinlich. Bereits 1890 waren im Wiener Verlag von F. Rörich drei Lieder erschienen. Bekanntheit erlangte K. durch seine Oper Grüne Ostern, die am 22.4.1899 mit großem Erfolg, möglicherweise durch die Hilfe J. Korngolds, am Brünner Stadttheater uraufgeführt wurde. Die Sopranistin Adele Seltmann und ihr Klavierbegleiter A. Neumann führten am Autorenabend des Verbandes katholischer Schriftsteller am 21.3.1900 mehrere Lieder von K. auf. Seine Oper Die Fermate kam nicht zur Aufführung, und K. konzentrierte sich danach auf die Operette. Seine erste Operette Der Rosenjüngling wurde am 5.5.1906 am Wiener Carltheater uraufgeführt und dort über 25 Mal gespielt. Es folgten Aufführungen in der Hietzinger Arena (Wien XIII), Baden, Salzburg, Graz, Teplitz, Brünn, Karlsbad, Pressburg, Leipzig/D, Stuttgart/D und Marienbad. Eine kolportierte zweite Operette ist verschollen.
Werke
Opern (Grüne Ostern [T: Heinrich Bohrmann-Riegen] 1899, Die Fermate [T: Raoul Auernheimer]); Operette Der Rosenjüngling [T: Josef Sigmund u. Louis Taufstein] 1906; Orchestermusik; Dornröschen für Soli, Chöre und Kl. [T: Heinrich Jahne] ca. 1890; Lieder (Im Mondenschimmer, Vom Berge rinnen die Wässerlein, Seh’ ich ein hohles Blümchen steh’n, Winterahnung, Schlaflied, Osterei, Der Thau, Der Vöglein Scheidelied, Der Quell).
Literatur
Riemann 1909 u. 1916; A. Fischer (Hg.), Die Musikstätten Österreichs 1928, 50; Stieger IV/I (1982); Pazdirek 14 (1904–10), 242; A. Paudler et al. (Hg.), Mittheilungen des Nordböhmischen Excursions-Clubs Bd. 13 (1890), 99; Badener Ztg. 18.9.1907, 5; Das Vaterland 15.3.1900, 6; Der Humorist 1.3.1907, 3, 20.4.1907, 2, 20.7.1907, 2, 1.10.1907, 3, 10.12.1907, 3, 1.6.1908, 3; Dt. Musik-Ztg. 14 (1901), 153; Die Zeit 6.5.1906, 4; Dt. Bühnen-Jb. 9 (1897), 125; Grazer Volksbl. (Abendausgabe) 18.12.1908, 3; NFP 20.7.1899, 7, 19.12.1907, 12 u. 28, 23.12.1907, 2; Neues Wr. Journal 20.4.1899, 6, 7.1.1908, 8; Neues Wr. Tagbl. (Morgenausgabe) 15.2.1908, 12; Oesterr.-ungarische Buchhändler-Correspondenz 21.6.1890, 276; Salzburger Chronik 27.3.1908, 6, 27.3.1908, 6; Signale für die Musikalische Welt 29.4.1899, 487; Tagesbote (Morgenausgabe) 24.4.1899, 2; Teplitz-Schönauer Anzeiger 18.9.1907, 8; Wr. Hausfrauen-Ztg. 1906, 293; Wr. Ztg. 29.4.1906, 24; Geburtsbuch der IKG Wien 1867–70 Apr., RZ 6153; Sterbebuch der IKG Wien 1907, RZ 2022; Trauungsbuch der IKG Wien 1874–82, Bd. C, RZ 64; https://www.geni.com (8/2022); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; www.anno.onb.ac.at; www.genteam.at).

Autor*innen
Clarissa Jamy-Stowasser
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
18.1.2023
Empfohlene Zitierweise
Clarissa Jamy-Stowasser/Monika Kornberger, Art. „Kobler, Jacob Hugo“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 18.1.2023, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x003dfc43
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Grab am Wiener Zentralfriedhof© https://de.findagrave.com

DOI
10.1553/0x003dfc43
GND
Kobler, Jacob Hugo: 128591449X
OBV
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