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TannhäuserTannhäuser
* --?, --?. Fahrender Dichter und Sänger. Herkunft unbekannt. Er hatte im letzten Babenberger Friedrich II. († 15.6.1246) einen großen Gönner. Er erwähnt auch einen Hzg. von → Bayern und aus der Zeit zwischen 1256/66 zahlreiche Adelige auch aus ostdeutschen Territorien. Er dichtete und komponierte sechs Leichs (durchkomponierte Stücke), sechs Liebeslieder (Minnesang) und vier Sangsprüche. Diese haben sowohl die Armutsklage des Fahrenden (Vaganten, Spielleute) als auch die Mühen eines Kreuzzugs als Themen. Weiteres wie z. B. das Bußlied sind ihm nicht sicher zuzuschreiben. Die Leichs sind als Tanzleichs konzipiert und schließen an die französische Estampie, den altfranzösischen Lai und auch an die lateinische Sequenz in kunstvoller Form und großer Sprachbeherrschung an. Aus der vom 15. bis zum 17. Jh. mehrfach überlieferten T.-Ballade entstand das Bild des T., wie es Rich. Wagner in der gleichnamigen Oper verarbeitet hat.
Literatur
B. Wachinger in Verfasserlex. 9 (31995).

Autor(en)
Franz Viktor Spechtler
Empfohlene Zitierweise
Franz Viktor Spechtler, Art. „Tannhäuser‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 10/08/2002]