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Sollfelner, Sollfelner, Anton Othmar: Familie
Anton Othmar: * 1935 -01-055.1.1935 Gaal/St. Militärkapellmeister, Komponist. Begann mit 10 Jahren Klarinette zu erlernen, war 1956 Soloklarinettist der Militärmusik Graz und studierte 1957–63 an der Wiener MHsch. Klarinette, Komposition und Dirigieren. Nach der Militärkapellmeister-Prüfung wurde er 1965 2. Kapellmeister der Gardemusik Wien, 1968 Militärkpm. in Klagenfurt, 1969 Landeskpm. von Kärnten. 1979–94 war S. Armeekpm. (Musikreferent) der österreichischen Militärmusik. Er war auch als Pädagoge (am Kärntner Landeskonservatorium und als Kursleiter) sowie Autor tätig. 1985 schloss er ein Studium an der MHsch. Wien ab (Mag. art.). Am 26.10.1980 spielten die Kapellen der neun Bundesländer unter S.s Leitung den „Großen Zapfenstreich“ (seitdem jährlich), 1985 kam es, von S. organisiert, in Wien zum weltweit größten internationalen Militärmusiktreffen.
Ehrungen
Prof.-Titel 1988; Silbernes Ehrenzeichen u. Silbernes Verdienstzeichen der Republik Österreich; Goldenes Verdienstkreuz der Blasmusik; Ehrenlandeskpm. des Kärntner Blasmusikverbandes; Großer Orden von Jordanien.
Werke
Märsche, Polkas (Auf zum Frühschoppen), Walzer; Rhapsodische Impressionen 1977; Dt. Messe f. gemischten Chor u. Bläser 1972; dramatische Sage Karast 1964.
Schriften
Die österr. Militärmusik in der 1. Republik 1918–1938, Dipl.arb. Wien 1985; gem. m. Ch. Glanz, Die österr. Militärmusik in der II. Republik 1955–2000. Eine Chronologie 2000. – Film Zauber der Montur 1981.
Literatur
Who is who in Öst. 1997; Lang 1986; Suppan 1994; Brixel/Martin/Pils 1982.


Seine Söhne

Bernd Hannes: * 27.10.1963 Graz. Komponist. Begann mit 5 Jahren den Klavierunterricht am Konservatorium Klagenfurt und studierte 1979–85 an der Wiener MHsch. Klavier, ab 1987 Klavierpädagogik sowie 1983–90 Tonsatz und Komposition. Danach setzte er seine Ausbildung mit Elektroakustik (1991–94), Computermusik und Instrumentalpädagogik fort; 1994/95 Studienaufenthalt an der Univ. Stanford/USA. Musiklehrer in Wiener Neustadt (1990–94) und Bad Fischau/NÖ (seit 1996), Tätigkeiten als Organist und Pianist. 1992–94 Mitglied des Wiener Musikforums, das er 1993/94 leitete. Seine kompositorische Entwicklung verlief von einer expressionistischen Phase hin zu mehr experimentellen Formen und Computermusik.


Ehrungen
Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich 1990; Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1990; Würdigungspreis des Bundesministeriums f. Wissenschaft u. Forschung 1991; Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1994; Förderungspreis der Stadt Wien 1996.
Werke
Psalm 108 f. 3 Chorgruppen 1990; Plastostophonic World – Das Tor zur Hölle. Hommage à Auguste Rodin f. computergeneriertes Tonband 1994/95; Studie f. Stimme u. Live-Electronics 1996; Dialogue in Pianoscape. Trio f. Englischhr., V. u. Kl. 1996.
Schriften
Aspekte der graphischen Notation, Dipl.arb. Wien 1994.
Literatur
MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1994.


Jörg (* 1974) ist Geiger, seine Tochter Else (* 1975) ist Flötistin.


Literatur
Who is who in Öst. 1997; eigene Recherchen.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Sollfelner, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]