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Wolfsecker, Wolfsecker, Franz: Familie
Franz: * 1869-08-2626.8.1869 Wien, † 1952-08-1414.8.1952 Wien. Musiker, Tambour. Der Sohn des Volkssängers und späteren Instrumentenhändlers Franz W. spielte schon als Kind Akkordeon und wurde 17-jährig zunächst als Eleve von C. M. Ziehrer in die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister engagiert, wo er zum Trommler ausgebildet wurde. Bald erregte er besonders mit dem Jonglieren seiner Trommelschlägel Aufsehen und den Spitznamen „Deutschmeister-Wolferl“ bzw. „Tambour-Wolferl“ erhielt. Daneben spielte er in einem von Ziehrer gegründeten Ensemble Akkordeon, u. a. mehrmals vor Kronprinz Rudolf. Nach 15 Dienstjahren beendete er seine Karriere beim IR Nr. 4 und erhielt um 1901 eine Stelle als Amtsdiener im Innenministerium. Ab 1923 spielte er wieder bei den Bühnenauftritten der Deutschmeisterkapelle in der Revue Wien gib acht, die im Ronacher lief und 1924 auch in München gastierte. Seit 17.11.1894 verheiratet mit der Bäckerstochter Theresia Dannler (* 19.1.1875 Wien, † ?).
Gedenkstätten
Gedenktafel Boerhaavegasse 23 (Wien III); Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Lied Der Tambour vom vierten Hausregiment
Literatur
Czeike 5 (1997); Illustrierte Kronen-Ztg. 24.8.1929, 6; Neues Wr. Tagbl. 27.11.1923, 6, 17.4.1924, 8; Neues Wr. Journal 13.9.1929, 6f.


Sein Sohn

Fritz (eig. Friedrich Franz; genannt „Wolferl“): * 29.9.1899 Wien, † 25.6.1974 Wien. Kapellmeister, Komponist. Ein kolportiertes Studium an der Wiener MAkad. (Violine und Dirigieren) ist nicht belegbar. W. arbeitete bis 1938 bei der RAVAG, nach dem Zweiten Weltkrieg, aufgrund schwerer Verwundung von einer Virtuosenlaufbahn abgehalten, als Kino- und Theaterkapellmeister. Als Komponist machte er sich mit zahlreichen Wienerliedern nostalgischen Charakters einen Namen. Seit 1924 war er mit A. (Maly) Nagel verheiratet.


Ehrungen
Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien; Goldene Robert-Stolz-Plakette.
Werke
I häng an meiner Weanastadt; Geh’ langsam durch die alten Gassen; I muaß alle Tag mei Weanalied hör’n.
Literatur
Czeike 5 (1997); Taufbuch der Pfarre Rennweg-Maria Geburt (Wien III) 1899, fol. 267; Mitt. Archiv MUNiv. Wien (11/2019).


Seine Tochter

Lore Wolferl (eig. Eleonora, verh. Stano): * 20.3.1908 Wien, † 28.1.1984 Wien. Sängerin (Soubrette). War als Soubrette 1929 in Graz, 1930 in Wiener Neustadt, 1931 in Baden und 1932 am Wiener Bürgertheater tätig. Gastspiele führten sie u. a. 1931 nach Linz und 1932/33 zurück nach Baden. Seit 6.7.1935 verheiratet mit Karl Stano.


Literatur
Badener Ztg. 27.1.1932, 2, 29.6.1935, 1; Kleine Volks-Ztg. 25.8.1931, 11; Illustrierte Kronen-Ztg. 30.8.1931, 25; eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at).

Autor*innen
Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
27.11.2020
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Wolfsecker, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 27.11.2020, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e737
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Franz Wolfsecker (Illustrierte Kronen-Ztg. 24.8.1929, 6)© ANNO/ÖNB

DOI
10.1553/0x0001e737
GND
Wolfsecker, Franz: 1047478773
OBV
Weiterführende Literatur
GND
Wolfsecker, Fritz: 141665793
OBV
Weiterführende Literatur

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