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Wallner, Wallner, true Alarich
* 1922 -04-2727.4.1922 Niklasdorf/St, † 2005-02-2828.2.2005 Graz. Komponist, Dirigent und Pädagoge. W.s Vater Josef war Schuldirektor und Regens chori in Niklasdorf, seine Mutter Luise Organistin, in der Familie wurde häufig Hausmusik gepflegt. Erster Geigen- und Klavierunterricht im Alter von sieben Jahren an der MSch. Leoben bei Hildegard Seifert und Hugo Miksch. Ab 1937 besuchte er die Lehrerbildungsanstalt Graz, daneben Studium am Grazer Konservatorium (Klavier bei Hugo Kroemer, Harmonielehre bei W. Kolneder, Dirigieren bei F. Oberborbeck, Orgel bei A. Forer und Violoncello bei Rudolf Stepnicka). 1941 zur deutschen Wehrmacht einberufen, geriet W. 1943 in Afrika in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde in die USA überstellt. 1946 Rückkehr nach Österreich, Abschluss der pädagogischen Ausbildung zum Volks- und Hauptschullehrer 1947. Fortführung der Studien am Grazer Konservatorium (Komposition bei W. Bloch und Dirgieren bei G. Eisel), daneben unterrichtete er in Gleisdorf/St. 1948 nach Graz versetzt, legte er weitere Lehramtsprüfungen ab, darunter für Musik an Hauptschulen sowie Klavier für höhere Lehranstalten. Bis 1982 arbeitete W. als Lehrer in Graz. Ab den 1950er Jahren gründete und leitete er verschiedene Grazer Klangkörper, u. a. 1963 das Grazer Kammerorchester (mit A. Winkler und E. Wamlek-Junk) sowie 1965 (gem. m.K. Haidmayer, F. Mixa und Franz Roller) die Philharmonia Graz (Steirisches Tonkünstler-Orchester), dessen Leitung er bis zu dessen Auflösung 1986 innehatte. 1959–63 war er künstlerischer Leiter des Grazer Philharmonischen Orchesters (Rundfunkaufnahmen), ab 1979 dirigierte er das 1977 gegründete Grazer Seniorenorchester. Als Komponist vertrat W. eine gemäßigt moderne Richtung, Experimente mit neuen Klängen und graphischer Notation blieben Ausnahmen.
Ehrungen
Ehrenmitglied des Männerchores Slava Klavora Maribor/SLO 1976; Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark 1987; Silbernes (1987) u. Goldenes (2002) Ehrenzeichen der Stadt Graz; Prof.-Titel 1992; Josef-Krainer-Heimatpreis 1998.
Werke
rund 300 Werke, u. a. Orchesterwerke (15 Symphonien, Konzertstücke, Konzerte), Kammermusik; Lieder; Chormusik; geistliche Vokalmusik (Messen, Markus-Passion).
Literatur
Chr. Gritsch, A. W. Leben und Werk, Dipl.arb. Graz 1999; H. Hofmann, A. W. Untersuchungen zu Leben und Werk des steirischen Komponisten, Dipl.arb. Graz 2003; MaÖ 1997 [m. WV]; W. Szmolyan in ÖMZ 25/10 (1970); V. Fortin in Mitt. des Steirischen Tonkünstlerbundes 1 (2005); Mitt. V. Fortin.
Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
30.1.2008
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Wallner, Alarich‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 30.1.2008, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e61d
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x0001e61d
GND
Wallner, Alarich: 134550129
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