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Steinbrecher, Steinbrecher, true Alexander
* 1910-06-1616.6.1910 Brünn/Mähren (Brno/CZ), † 1982-04-066.4.1982 Wien. Komponist und Kapellmeister. Studierte Musik in Brünn und Prag (bei Josef Suk) und kam 1929 nach Wien. Hier wurde er Verlagsleiter der Universal Edition und war als Kapellmeister an Wiener Theatern tätig. Er betätigte sich als Komponist und Texter von musikalischen Lustspielen und Singspielen, aber auch für das Kabarett (Programm Seitensprünge, Zusammenarbeit mit Hans Weigel) und lieferte darüber hinaus Schauspielmusik u. a. für das Theater in der Josefstadt und das Akademietheater. 1944 wurde er zum Militärdienst eingezogen1946 wurde er 1. Kapellmeister des Burgtheaters, für das er zahlreiche Bühnenmusiken und Bearbeitungen (u. a. von J. Nestroy) schrieb. Weiters war er leitender Mitarbeiter der Sendergruppe Rot-Weiß-Rot und des WDR Köln/D. Ab 1939 war er für einige Zeit mit der Schauspielerin Jane Tilden (* 16.11.1910 Aussig, † 27.8.2002 St. Johann in Tirol [begr. Kitzbühel]) verheiratet. Deren gemeinsame Tochter Franziska (* 18.10.1939 Lausanne/CH) war unter dem Künstlernamen Frances Martin ebenfalls als Schauspielerin tätig.
Gedenkstätten
St.gasse (Wien XXII).
Ehrungen
Prof.-Titel 1961; Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1970; Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Silber 1971; Ehrenmitglied des Wr. Burgtheaters 1976; Nestroy-Ring der Stadt Wien 1978.
Werke
Singspiele (Die Gigerln von Wien 1939; Brillanten aus Wien 1940); musikalische Lustspiele (Die Theres’ u. die Hoheit 1941; Burleske Meine Nichte Susanne 1943), Operetten; Wienerlieder (Ich kenn’ ein kleines Wegerl im Helenental; Zwei aus Ottakring; Zwischen Simmering u. Favoriten; Ein Sträußchen Rosmarin; Unter einem Regenschirm am Abend. ). – Nachlass: A-Wn.
Literatur
Czeike 5 (1997); Lang 1986; [Kat.] In memoriam A. St. 1983; Riemann 1975; Kosch 4 (1998); Personenlex. Öst. 2001; ÖMZ 37 (1982), 261; DBEM 2003; Tonfilm Theater Tanz 8/12 (1940), 23; https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Steinbrecher (5/2021); https://de.wikipedia.org/wiki/Frances_Martin (5/2021).
Autor*innen
Alexander Rausch
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
17.5.2021
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Monika Kornberger, Art. „Steinbrecher, Alexander‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 17.5.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e34f
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Tonfilm Theater Tanz 8/12 (1940), 23

DOI
10.1553/0x0001e34f
GND
Steinbrecher, Alexander: 118753142
OBV
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