Schlögel,
Ludwig
* 5.5.1855 Aussig an der Elbe/Böhmen (Ústí nad Labem/CZ),
† 15.1.1894 Pola, Istrien/Küstenland (Pula/HR).
Militärkapellmeister und Komponist.
Studierte 1868–73 am Prager Konservatorium Horn, danach verschiedene Engagements als 1. Hornist. Ab 1876 wirkte Sch. als Kapellmeister am Stadttheater in Marburg an der Drau, am Viktoriatheater in Frankfurt am Main/D und am Residenztheater in Hannover/D. 1879–82 Kapellmeister der Militärmusik im IR Nr. 62 und 1882–91 im IR Nr. 49; 1891–94 Marinekapellmeister (sein Nachfolger war F. Lehár). Sch., der zeitgenössischen Berichten zufolge ein ernsthafter Konkurrent von Joh. Strauss Sohn gewesen sein soll, spielte mit seiner Kapelle auch bei der Internationalen Ausstellung für Musik- und Theaterwesen 1892 in Wien.
Ehrungen
In- u. ausländische Orden.
In- u. ausländische Orden.
Werke
Märsche (Wr. Schwalben, Prinz-Ludwig-Marsch, Turovo-Marsch), Tanzstücke An der schönen blauen Adria), Potpourris (Streifzug durch sämtliche Joh. Strauß’sche Operetten).
Märsche (Wr. Schwalben, Prinz-Ludwig-Marsch, Turovo-Marsch), Tanzstücke An der schönen blauen Adria), Potpourris (Streifzug durch sämtliche Joh. Strauß’sche Operetten).
Literatur
E. u. F. Anzenberger/W. Schwanzer, Märsche der k. u. k. Zeit 2004; F. Anzenberger in Österr. Blasmusik 42/9 (1994); Suppan 1994; Brixel/Martin/Pils 1982.
E. u. F. Anzenberger/W. Schwanzer, Märsche der k. u. k. Zeit 2004; F. Anzenberger in Österr. Blasmusik 42/9 (1994); Suppan 1994; Brixel/Martin/Pils 1982.
Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
3.6.2006
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl,
Art. „Schlögel, Ludwig“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
3.6.2006, abgerufen am ),
https://dx.doi.org/10.1553/0x0007e351
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