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Schlechter, Schlechter, true Mathias
* 1803-09-1717.9.1803 Neulerchenfeld (heute Wien XVI), † 1880-06-1515.6.1880 Wien. Musikpädagoge, Pianist, Komponist. Der Sohn eines Gastwirts und Hausinhabers zeigte früh musikalisches Talent, sollte zunächst jedoch Arzt werden. Nach Abbruch des Medizinstudiums nahm er Harmonielehreunterricht bei F. Kauer und betrieb Kontrapunktstudien bei I. R. v. Seyfried. 1826 trat er bereits als Komponist von Tanzmusik für Klavier hervor (bei Mollo erschienen). In der Folge war er als Pianist und Organist (bei seiner Trauung 1843 wird er noch als „Tonkünstler“ bezeichnet) sowie als Klavier- und Gesanglehrer in Wien sehr gefragt, spätestens ab 1845 wirkte er bis zu seinem Tod als Gesang- und Klavierlehrer (neben Franz Lechner, M. Durst, Th. Zakreis, Josef Eckhart, Josef Glötzl) am K. k. Blindenerziehungsinstitut (unter seinen Schülern: J. Labor). Ab 1843 war Sch. Mitglied der Tonkünstler-Sozietät. 1859 unternahm Sch. eine Reise nach Salzburg, in den späteren 1870er Jahren sind Kuraufenthalte in (Bad) Ischl belegt.
Werke
Messe, kleinere Kirchenmusik, Ouvertüren, Concertini, Klaviermusik (Der practische Lehrer am Pianoforte, 6 Hefte 1826ff; Bearbeitungen von Opernmelodien, Märsche, Tanzmusik), Lieder, Bearbeitungen f. Militärmusik.
Literatur
Wurzbach 30 (1875); Mendel-R. 9 (1878) u. 13 (1865) [Labor]; C. F. Pohl, Denkschrift aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Tonkünstler-Societät 1871; Allgemeine Wr. Musik-Ztg. 23.9.1841, 479, 20.9.1842, 460; Wr. Ztg. 23.1.1826, 80, 22.6.1826, 598, 8.3.1845, 503, 18.2.1847, 399; Allgemeiner Musikalischer Anzeiger 10.4.1830, 58, 17.4.1830, 61; Der Humorist 17.3.1845, 259; Österr. Pädagogisches Wochenbl. 29.8.1855, 547, 30.9.1857, 617, 19.3.1862, 189; Salzburger Ztg. 2.9.1859, 4; Illustrirtes Wr. Extrabl. 28.12.1872, 4; Ischler Cur-Liste 12.8.1876, Fremden-Liste Nr. 50; NFP 15.6.1880, Abendbl., 1; Wr. Allgemeine Ztg. 15.6.1880, Mittagbl., 3; Taufbuch 1800–04 der Pfarre Neulerchenfeld (Wien XVI), 1803, pag. 57f; Trauungsbuch 1843–50 der Schottenpfarre (Wien I), fol. 8; Sterbebuch 1879–81 der Alservorstadtpfarre (Wien VIII), fol. 78; WStLA (TBP 1880); eigene Recherchen (Lehmann-Adressbücher 1875–80; Katalog der ÖNB).
Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
25.9.2020
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schlechter, Mathias‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 25.9.2020, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0007e34f
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x0007e34f
GND
Schlechter, Mathias: 133362302
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