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Renard Renard true (verh. Kinsky; Kinsky-Renard, eig. Pölzl), Marie
* 1863-01-1818.1.1863 [nicht 1862, 8.1.1864] Graz, † 1939-10-1717. [Kosch, DBEM, K-R: 19., nicht: 24.] 10.1939 Graz. Sängerin (Alt, Mezzosopran). Tochter eines Lohnkutschers. Erhielt Gesangsunterricht von A. Prelinger (an der MSch. des Musikvereins für Steiermark) sowie L. Weinlich-Tipka in Graz und debütierte 1882 am Opernhaus ihrer Heimatstadt, nachdem sie zuvor bereits seit 1879 als Konzertsängerin in Graz und Pettau (Ptuj/SLO) aufgetreten war. Die Gründe für die Annahme des Künstlernamens R. (ca. 1883) sind unbekannt, möglicherweise erfolgte dies aber, um eine Verwechslung mit in dieser Zeit straffällig gewordenen Frauen gleichen Namens in Graz und Marburg zu vermeiden. Weitere Engagements führten sie ans Prager Landestheater (1883–85) und nach Berlin (1885–88); in Berlin auch Gesangsunterricht bei Rosa de Ruda. W. Jahn, von dem sie auch Unterricht erhielt, holte R. 1887 an die Wiener Hofoper, wo sie 1888–1900 als Mitglied auftrat; 1901 heiratete sie Rudolf Graf Kinsky, der zuvor die ungarische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, um sich von seiner ersten Frau scheiden lassen zu können.
Ehrungen
Königlich Preußische Kammersängerin; Herzoglich Sachsen-Coburg-Gotha’sches Verdienstkreuz f. Kunst u. Wissenschaft 1893; Österr. Kammersängerin 1896; Widmungsträgerin von C. W. Dreschers Serenade (s. Abb.).
Literatur
ÖBL 9 (1988); K-R 1997 u. 2002; DBEM 2003 [Kinsky]; Kosch 2 (1960) [Kinsky]; Eisenberg 1893 u. 1903; F-A 1936; Ulrich 1997; [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 83f; W. Beetz, Das Wr. Opernhaus 1869 bis 1945, 1949, 103; Grazer Volksbl. 31.1.1879, 4; 23.2.1879, 7; 25.5.1882, 6; 5.9.1883, 3f; Südsteirische Post 7.5.1881, 5; Prager Abendbl. 30.6.1885, 2; 17.8.1893, 5; Wr. Abendpost 25.8.1887, 3; Signale f. die musikalische Welt 1887, 678; Die Presse 1.10.1888, 5; NFP 18.1.1894, Abendbl., 3; Reichspost 21.5.1896, 6; Neues Wr. Tagbl. 20.4.1901, 5, 20.10.1939, 8; Das interessante Bl. 9.5.1901, 4; Neuigkeits Welt-Bl. 19.5.1901, 4. Bogen; Taufbuch 1857–64 der Pfarre Graz-Heiliges Blut, fol. 246.
Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
19.3.2021
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Renard (verh. Kinsky; Kinsky-Renard, eig. Pölzl), Marie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 19.3.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001def2
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
R. Wittmann (Hg.), Unsere Kunst in Wort und Bild [um 1890], 128
© Privatarchiv Monika Kornberger
© Privatarchiv Monika Kornberger

DOI
10.1553/0x0001def2
GND
Renard (verh. Kinsky; Kinsky-Renard, eig. Pölzl), Marie: 116438037
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