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Philharmonischer Chor
1907 von F. Schreker in Wien gegründeter und bis 1920 von ihm geleiteter gemischter Chor (ca. 240 SängerInnen), der sich der Aufführung moderner bzw. Neuer Musik sowie auch selten gesungener älterer Musik widmete. Das erste Konzert fand 1909 statt, es folgten eine Reihe von UA.en und EA.en. (Schreker, G. Mahler, Frederick Delius, M. v. Schillings; u. a. UA von A. Zemlinskys 23. Psalm 1910, A. Schönbergs Friede auf Erden 1911 und Gurrelieder 1913). Der Chor ging aus der Verbindung der 1906 gegründeten Chorakademie und dem Neuen Singverein, der bei Aufführungen der Volksoper Wien mitwirkte, hervor. Die Proben wurden im k. k. Waisenhaus abgehalten. Auf Grund seiner Programmauswahl kämpfte der Chor stets mit finanziellen Problemen. Bis 1925 war er aktiv tätig (zuletzt vereinigt mit dem Kaufmännischen Gesangverein), 1932 wurde der Verein gelöscht.
Literatur
E. Reichl/E. Steinmann, Strukturen des bürgerlichen Musikmäzenatentums in Wien um 1900, 1994 [unveröff. Projektbericht]; MGÖ 3 (1995), 123; NGroveD 22 (2001) [Schreker]; F. C. Heller (Hg.), Arnold Schönberg – Franz Schreker. Briefwechsel 1974.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Philharmonischer Chor‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]