
Mirković
(gesch. Mirković-De Ro),
Nataša
* 26.8.1972 Zenica/YU (heute BIH).
Sängerin, Komponistin, Arrangeurin, Chorleiterin, Musikpädagogin.
M. wuchs in Sarajevo auf, wo sie von 1978–80 Klavierunterricht bekam. In der Musikmittelschule startete sie mit Gesangsunterricht und arbeitete als Hörfunkmoderatorin und Studiomusikerin. 1991 begann sie ein Studium der Musikwissenschaft an der MAkad. in Sarajevo, das sie wegen des Bosnienkrieges bereits nach einem Jahr abbrechen musste. Nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland kam sie im März 1994 nach Graz, wo sie ihr musikwissenschaftliches Studium an der Univ. fortsetzte und gleichzeitig ab 1995 Gesang an der MUniv. bei Annemarie Zeller, J. Borowska-Isser und Helga Müller-Molinari studierte (Master of Arts 2002). Mit dem Drehleierspieler M. Loibner begann sie um 1996 eine langjährige Zusammenarbeit und führte mit ihm u. a. Fr. Schuberts Winterreise auf. Ab 2002 erhielt sie Engagements am Opernhaus Graz, an der 2003 gegründeten Kammeroper Graz und der Volksoper Wien. 2004 übersiedelte sie nach Wien. Sie war u. a. Mitglied der Balkanjazz-Formation Jazzwa mit der Geigerin Irene Kepl und dem Saxophonisten Thomas Mandel, des Jazztrios Extra Virgine mit der Sängerin A. Heginger und der Perkussionistin I. Oberkanins und eines Kinderprojekts mit dem Tubisten J. Sass. 2016 gründete sie das Frauenvokalensemble GLAS mit Musikerinnen aus Bulgarien, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Irland und Österreich. A. Heller engagierte sie 2017 für sein Manifest gegen die Xenophobie („Erkennt die unsichtbare Schnur, die alle mit allen verbindet“) im Wiener Burgtheater. Mit P. Corvino begann sie 2018 ein Duoprojekt, das die Lyrik und Musik Südosteuropas in Form von sephardischen Balladen und Liedern aus dem ehemaligen Jugoslawien pflegt. M. hatte Projekte mit Michel Godard, Jarrod Cagwin, Luciano Biondini, Gabriel Yared, Christina Pluhar & L’Arpeggiata, Harald Haugard, Helene Blum, Nenad Vasilić und vielen anderen. Um 2000 entwickelte sie eine eigene Gesangsmethode der „universellen Stimmführung“ (Universal Voice Leading) und unterrichtet diese europaweit in Workshops bis heute (2026). 2019–24 hatte sie eine Professur für Gesang am Institut für Popularmusik der MUniv. Wien inne. Ihr breites Repertoire umfasst klassische Musik, bosnische Folklore, Klezmer, Jazz und Pop.
Ehrungen
Austrian World Music Award 2005; Pasticcio-Preis von Ö1 für das Album Winterreise 2010; Preis der deutschen Schallplattenkritik für En el amor in der Kategorie „Grenzgänger“ 2017.
Austrian World Music Award 2005; Pasticcio-Preis von Ö1 für das Album Winterreise 2010; Preis der deutschen Schallplattenkritik für En el amor in der Kategorie „Grenzgänger“ 2017.
Werke
Alben (Auswahl): mit Ernst M. Binder: Kassandra – Laments of the Balkans 2004; mit E. M. Binder, M. Loibner: Gypsy's Lullaby 2004, mit M. Loibner: Ajvar & Sterz 2006, Winterreise 2010; mit Aniada A Noar: Liacht/Svjetlo 2009; mit N. Vasilić: soul*motion; mit M. Godard, J. Cagwin: En el amor 2020.
Alben (Auswahl): mit Ernst M. Binder: Kassandra – Laments of the Balkans 2004; mit E. M. Binder, M. Loibner: Gypsy's Lullaby 2004, mit M. Loibner: Ajvar & Sterz 2006, Winterreise 2010; mit Aniada A Noar: Liacht/Svjetlo 2009; mit N. Vasilić: soul*motion; mit M. Godard, J. Cagwin: En el amor 2020.
Literatur
https://db.musicaustria.at (3/2026); https://de.wikipedia.org/ (3/2026); www.natasa-mirkovic.com (3/2026); pers. Mitt. (3/2026).
https://db.musicaustria.at (3/2026); https://de.wikipedia.org/ (3/2026); www.natasa-mirkovic.com (3/2026); pers. Mitt. (3/2026).
Autor*innen
EmWe
Letzte inhaltliche Änderung
9.4.2026
Empfohlene Zitierweise
EmWe,
Art. „Mirković (gesch. Mirković-De Ro), Nataša“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
9.4.2026, abgerufen am ),
https://dx.doi.org/10.1553/0x002a308c
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