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Mildenburg Mildenburg true von Bellschan [nicht: Bellschau] (Bahr-M.), Anna
* 1872-11-2929.11.1872 Wien, † 1947-01-2727.1.1947 Wien (begr. Salzburg). Sängerin (Sopran) und Regisseurin. Die Enkelin des Buchhändlers und Sängers Fidelis Butsch (* 8.4.1805 Wurmlingen/D, † 29.6.1879 Augsburg/D) erhielt bereits ab 1880 ersten Klavier- und Gesangunterricht von verschiedenen Pädagogen (u. a. von K. Weidt) und war 1893–95 Schülerin von R. Paumgartner am Konservatorium der GdM. Debütierte 1895 am Hamburger Stadttheater. Gefördert von Bernhard Pollini und G. Mahler, mit dem sie damals liiert war, berief sie Letzterer 1898 an die Wiener Hofoper (1897 bereits Gast), wo sie bis 1916 und 1919/20 dem Ensemble angehörte. Zahlreiche Gastspiele und Auftritte als Konzert- und Opernsängerin im In- und Ausland bis 1930. Ab 1919 rege Lehrtätigkeit in München (1920–37 o. Prof. an der Akad. der Tonkunst), Berlin, Salzburg und Wien (ab 1942; MAkad. u. Konservatorium), 1921–23 war M. auch Spielleiterin am Münchener Prinzregententheater, wo sie u. a. Rich. Wagners Ring des Nibelungen inszenierte. 1940/41 Regietätigkeit bei den Salzburger Festspielen. 1909 ehelichte sie den Dichter H. Bahr.
Gedenkstätten
A.-B.-M.-Zimmer im Österr. Theatermuseum (Wien I).
Ehrungen
K. u. k. Kammersängerin 1901; Ehrenmitglied der Wr. Staatsoper 1928; Silberne Bürgermedaille von Bayreuth/D 1934.
Schriften
Bayreuth 41912 (mit H. Bahr); Erinnerungen 1921; Tristan u. Isolde. Vollständige Regiebearbeitung sämtlicher Partien mit Notenbeispielen 1936.
Literatur
G. Parizek, A. B.-M.: Theaterkunst als Lebenswerk , Diss. Wien 2007; K-R 1997, 2000 u. 2002 [Bahr-M.]; NGroveD 16 (2001) [Bahr-M.]; Müller-Asow 1929 [Bahr-M.]; Czeike 1 (1992) [Bahr-M.]; MGG 9 (1961); ÖBL 1 (1957) [Bahr-M.]; Kosch 1 (1960) [Bahr-M.]; NDB 1 (1953) [Bahr-M.]; Eisenberg 1903; Riemann 1961; F-A 1936 u. 2 (1978); P. Stefan, A. Bahr-M. 1922; W. Beetz, Das Wr. Opernhaus 1869–1945, 1949; Ulrich 1997 [Bahr-M.]; F. Willnauer, „Warum hast Du mich blind gemacht?“. Gustav Mahlers Beziehung zu A. v. M. im Spiegel seiner Briefe (www.gustav-mahler.it; 8/2014); http://mugi.hfmt-hamburg.de (8/2014); Slg. Moißl; WStLA (Biographische Slg., Meldearchiv); Mitt. Archiv MUniv. Wien; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM).
Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
4.8.2014
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Mildenburg von Bellschan [nicht: Bellschau] (Bahr-M.), Anna‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 4.8.2014, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d9a6
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN

DOI
10.1553/0x0001d9a6
GND
Mildenburg von Bellschan [nicht: Bellschau] (Bahr-M.), Anna: 118646370
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