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Landskron, Landskron, true Leopold
* 1842-09-2525.9.1842 Wien, † 1900-07-1818.7.1900 Wien. Pianist, Komponist, Musikpädagoge. L. absolvierte zunächst ein Jusstudium an der Univ. Wien und studierte dann 1867–72 am Konservatorium der GdM Waldhorn bei Wilhelm Kleinecke (1867/68), Klavier bei Franz Ramesch und J. Dachs, Harmonielehre und Kontrapunkt bei A. Bruckner (1868–70) sowie Komposition bei O. Dessoff (1870–72). Nebenbei wirkte er als Chormeister beim MGV Wiener Liederkranz und unterrichtete ab 1873 Klavier am Konservatorium der GdM (Prof. ab 1877). Zu seinen Schülern zählten u. a. H. Rott, F. Weinwurm und H. Wiet. Daneben komponierte L. zahlreiche Werke (vornehmlich Vokalmusik) und trat als Pianist in Wien u. a. im Ehrbar-Saal auf. 1880 starben innerhalb von zwei Tagen seiner Tochter Elisabeth (* 10.10.1872 Wien, † 20.12.1880 Wien) und sein Sohn Richard (* 12.10.1879 Wien, † 21.12.1880 Wien). 1886 wurde er zum Musikinspektor an der Theresianischen Akad. sowie 1895 zum Mitglied der k. k. Prüfungskommission für das Musiklehramt ernannt.
Ehrungen
Ehrenmitglied des MGV Wr. Liederkranz 1871; 2. Preis beim Concurs f. Kl. am Konservatorium der GdM 21.7.1871; 2. Preis beim Concurs f. Komposition am Konservatorium der GdM 31.7.1872; Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1900.
Werke
Lieder, Chorwerke, Klavierstücke, Cadenzen und Modulationen mit Rücksicht auf den practischen Gebrauch für Clavierschüler (Wien: Rebay & Robitschek o. J.), Hg. von Klavierwerken u. a. von Friedrich Kuhlau, J. Haydn, M. Clementi.
Literatur
Fremdenbl. 19.5.1869, 4, 27.4.1870, 10, 16.6.1870, 5, 11.5.1871, 6; Die Presse 8.10.1872, 15; Klagenfurter Ztg. 8.5.1874, 701; Musikalisch-literarischer Monatsbericht (Juli 1876), 167, 169; Neues Wr. Tagbl. 1.2.1877, 5; Wr. Allgemeine Ztg. 22.12.1880, 3; Salzburger Volksbl. 12.10.1882, [4]; NFP 4.4.1886, 4; Wr. Ztg. 10.7.1895, 3; Illustrirtes Wr. Extrabl. 17.1.1900, 22, 20.7.1900, 8; Taufbuch 1842 der Pfarre Mariatreu (Wien VIII), fol. 90; Taufbuch 1872 der Pfarre Mariatreu, fol. 136; Taufbuch 1878–80 der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube (Wien VI), fol. 160; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; www.anno.onb.ac.at).
Autor*innen
Meike Wilfing-Albrecht
Letzte inhaltliche Änderung
7.4.2022
Empfohlene Zitierweise
Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Landskron, Leopold‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 7.4.2022, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_L/Landskron_Leopold.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

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