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Kropfreiter, Kropfreiter, true Augustinus Franz
* 1936-09-099.9.1936 Hargelsberg/OÖ, † 2003-09-2626.9.2003 St. Florian/OÖ. Organist und Komponist. Musikalisch ausgebildet im Linzer Petrinum von H. Kronsteiner, im Stift St. Florian von J. Kriechbaum und W. Pach, 1955/56 von H. Eder am Linzer Bruckner-Konservatorium und 1956–60 von E. Tittel, H. Seidlhofer, F. Kosch und H. Gillesberger an der Wiener MAkad.; ergänzende Studien bei A. Heiller. Ab 1953 Laienbruder (Chorfrater) im Augustiner Chorherrenstift St. Florian, ab 1960 dort 2. Stiftsorganist und Lehrtätigkeit bei den Sängerknaben (Schüler u. a. W. M. Reiter), ab 1964 auch Leiter des Stiftschores. Ab 1978 1. Stiftsorganist. Als Organist und Improvisator war K. international anerkannt. Er komponierte unter Einbeziehung der Polyphonie und des Hindemith’schen Kontrapunktes, aber auch beeinflusst von „französischem“ Kolorit (Frank Martin, Jehan Alain), später mit Bevorzugung der Polytonalität, in erster Linie für die Orgel, hat aber auch mehrere „Orgel-Kammermusiken“ und zahlreiche Werke in verschiedensten Besetzungen veröffentlicht, die in ganz Europa, in den USA, in Japan, Australien und Südafrika erfolgreich aufgeführt wurden.
Ehrungen
1. Preis f. Komposition des Bruckner-Konservatoriums 1960; Preisträger beim Internat. Orgelimprovisationswettbewerb in Wien 1960; Kulturpreis des Landes Oberösterreich 1962 und 1983; Österr. Staatspreis für Komposition 1964; Kunstförderungspreis der Stadt Linz 1967; Förderungspreis der Theodor Körner-Stiftung 1970; Anton Bruckner-Preis der Bertil Östbo-Stiftung 1974; Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich 1977; Ehrenmitglied des Musikvereins St. Florian 1977; Kulturehrenpreis der Marktgemeinde St. Florian 1986; Prof.-Titel 1987; Anton Bruckner-Preis 1993; Ehrenbürger von Hargelsberg 1996; Kulturmedaille des Landes Oberösterreich 1996; Heinrich Gleissner-Preis 2002; Würdigungspreis für Musik der Republik Österreich 2002.
Werke
Kammeroratorium Altdorfer Passion 1965; Oratorium Severin 1980/81; Messen; weitere dt. und lat. Kirchenmusik; Symphonien; Orch.-, Chor- u. Kammermusik (s. Abb.); Orgel- (s. Tbsp.) u. Cembalowerke; Liederzyklen.
Literatur
J. Walch, Das Musikschaffen der Organisten des Stiftes St. Florian ab dem Bau der Krismann-Orgel 1770/1774, Diss. Wien 2009; L. Theiner (Hg.), [Kat.] Musikalische Dokumentation A. F. K. 1999; MaÖ 1997 [mit WV]; M. R. Helfgott, Das Orgelwerk von A. F. K. 1999; Ch. J. Eggner, Die Kl.-Kammermusik von A. F. K. 1997; R. Tauber in Oberösterr. Nachrichten 27.9.2003; NGroveD 13 (2001); Chronik von St. Florian, hg. v. der Gemeinde Markt St. Florian 1993; MGG 16 (1979); Goertz 1979 u. 1994; J. Unfried in SK 15/4 (1968); SK 12/3 (1965), 131, 33/4 (1986), 179, 34/2 (1987), 75, 43/3 (1996), 181, 47/3 (2000), 153ff, 48/3 (2001), 151, 50/4 (2003), 300; MGÖ 3 (1995); R. Boss in Anton Bruckner-Lex. online (ABLO 7/2023); www.hargelsberg.ooe.gv.at (8/2023).

Autor*innen
UH
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
25.9.2023
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Christian Fastl, Art. „Kropfreiter, Augustinus Franz“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 25.9.2023, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d63e
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Autograph
			© Regenterei Kremsmünster
© Regenterei Kremsmünster
HÖRBEISPIELE

Allegro brillante aus der Sonata II pro organo (1967)
© 2012 Studio Weinberg, 4292 Kefermarkt

DOI
10.1553/0x0001d63e
GND
Kropfreiter, Augustinus Franz: 119376733
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