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Kreuzer, Kreuzer, Heinrich: Familie
Heinrich: * 1819 -02-1616.2.1819 [K-R: 1817] Wien, 1900 -10-2626.10.1900 Baden bei Wien/NÖ. Sänger (Tenor). War als Kind Tempelsänger in einer Wiener Synagoge (jüdische Musik). Studierte wahrscheinlich Gesang am Konservatorium der GdM (bei G. Ciccimarra). K. trat 1835 am Kärntnertortheater auf und wurde danach in Laibach, Brünn, Frankfurt a. M./D, Köln/D und Mannheim/D engagiert. Nach zwei Gastspielen (1844 und 1847) wurde er 1849 erster Tenor an der Wiener Hofoper. Wegen einer Stimmbanderkrankung musste er 1856 seine Karriere unterbrechen, sang jedoch 1861 wieder. Aufgrund einer neuerlichen Erkrankung wurde 1866 sein Vertrag nicht mehr verlängert, worauf er 1867 die Direktion des Hoftheaters in Coburg/D übernahm. Ab 1870 leitete er das Stadttheater in Koblenz/D. Seine größten Erfolge feierte K. mit dem Tamino, Florestan und Eleazar (in J.-F.-F. Halévys La Juive). Seine Tochter

Marie: * 11.3.1839 Salzburg, † 7.1.1904 Ulm/D. Sängerin (Sopran). Wahrscheinlich von ihrem Vater ausgebildet, debütierte sie als Lucia di Lammermoor (Gaet. Donizetti) in Ödenburg (Sopron/H). Danach war sie an mehreren deutschen Theatern (Augsburg, Detmold, Stettin [Szczecin/PL], Pest [Budapest], Brünn und Mainz) engagiert, 1861–63 am Stadttheater in Graz und 1864/65 am dortigen Thaliatheater. Am Kärntnertortheater gastierte sie mit großem Erfolg als Elvira in G. Verdis Ernani und als Rachel in La Juive. 1868–70 war sie in Weimar/D angestellt, 1873–75 in Frankfurt a. M. Ihre ältere Schwester

Elisabeth wurde ebenfalls Sängerin, gab ihre Karriere jedoch früh auf.


Literatur
K-R 1997; ÖBL 4 (1969); Czeike 3 (1994).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Kreuzer, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


GND
Kreuzer, Heinrich
Weiterführende Literatur (OBV)
GND
Kreuzer, Marie
Weiterführende Literatur (OBV)

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