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Krejčí, Krejčí, true Joseph
* 1822 -02-066.2.1822 Milostin bei Rakonitz/Böhmen (Milostín/CZ), † 1881 -10-1919.10.1881 Prag. Komponist, Musikpädagoge und Organist. Schüler von E. W. Chládek (Orgel, Klavier, Musiktheorie), besuchte er 1838–39 die Prager Orgelschule, wo er von J. N. Vitásek, R. Führer und den Brüdern A. und J. Proksch unterrichtet wurde. 1844 wurde K. Organist und Chordirektor an verschiedenen Prager Kirchen. Daneben war er auch Lehrer, ab 1854 Musiklehrer am Akademischen Gymnasium. 1858 wurde er Leiter der Orgelschule und 1865 des Konservatoriums in Prag. 1881 ging er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Zu seinen Schülern zählten A. Dvořák, A. Grünfeld und W. Kienzl. Als konservativer Gegner F. Smetanas und der tschechischen Nationalmusik (Nationalstil) förderte K. die Bach-Händel-Bewegung. Stilistisch ist er von den Prager Mozartianern und Felix Mendelssohn Bartholdy beeinflusst.
Werke
Kirchenmusik (4 Messen, 2 Te Deum, Gradualien, Offertorien u. a.); Oratorium Das Labyrinth der Welt 1857 (unvollendet); Ouvertüren; Klavier- u. Orgelwerke.
Schriften
Kompositions-Vorlage für den Präludienbau; Kompositions-Vorlage für den Fugenbau; Begründer u. Hg. der ersten tschechischen Musikzs. Cecilie 1848.
Literatur
MGG 7 (1958) [mit WV]; NGroveD 13 (2001) [mit WV]; ÖBL 4 (1969); Wurzbach 13 (1865); Riemann 1959 u. 1972; F-A 1936.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Krejčí, Joseph‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]