Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Klugmayer, Klugmayer, true Joseph
* 1869-07-1414.7.1869 Zwerndorf an der March/NÖ, † 1931-09-099.9.1931 Wien. Hornist und Regimentstambour. Er rückte 1883 als Musikeleve (Flügelhorn) unter C. M. Ziehrer beim Hoch- und Deutschmeister-Regiment ein und war zweifach Regimentstambour (1895–99 unter W. Wacek, 1916–18), wobei er u. a. bei der Burgmusik eine populäre Wiener Figur wurde („fescher Pepi“). Auftritte als Sänger mit dem Deutschmeister-Schrammelquartett. 1899 verließ er das Regiment und wurde Hofkammerangestellter Kaiser Franz Josephs, er blies bei den kaiserlichen Jagden die Signale (Jagdmusik). Im Ersten Weltkrieg leitete er ab 1916 bis Kriegsende als letzter Regimentstambour die Feldmusik der Hoch- und Deutschmeister. Nach Kriegsende zahlreiche Auftritte in Theater und Film mit einer Deutschmeisterkapelle: 1922 trat K. im Stummfilm C. M. Ziehrer, der letzte Walzerkönig auf. 1923 Auftritt im Ronachertheater in der Revue Wien, gib acht! gemeinsam mit F. Wolfsecker. Ab da bis zum plötzlichen Tod rege Konzerttätigkeit als Dirigent einer Deutschmeisterkapelle im In- und Ausland (u. a. in Deutschland und in den skandinavischen Ländern). Gemeinsame Auftritte mit Josephine Baker in der Revue Wien, Wien – Oh Josephin.
Ehrungen
Widmungsträger des Liedes Der fesche Pepi von Nr. 4 (M: Karl Schmitter) anlässlich seines Amtsantritts als Regimentstambour; zahlreiche militärische Auszeichnungen.
Literatur
R. Sulz, Hoch- und Deutschmeisterkapelle(n) von 1918 bis 1945, Dipl.arb. Wien 2018; Kl. Volks-Zeitung 10.9.1931, 4; Neues Wr. Journal 7.2.1897, 3f; Neues Wr. Tagbl. 16.12.1923, 10; Deutschmeister-Ztg. Nr. 1/1928, 6; [Linzer] Tages-Post 21.6.1928, 14; Taufbuch 1836–80 der Pfarre Zwerndorf, fol. 152; ÖStA (Kriegsarchiv, Grundbuchblatt [AT-OeStA/KA Pers GB OuM KrL Wien 1869 127, 452]) und Landsturm-Vormerkblatt [AT-OeStA/KA Pers GB OuM KrL Wien 1869 LStVmBl 224, 257]).

Autor*innen
Raimund Sulz
Letzte inhaltliche Änderung
28.4.2025
Empfohlene Zitierweise
Raimund Sulz, Art. „Klugmayer, Joseph“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 28.4.2025, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_K/Klugmayer_Joseph.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
© Privatarchiv Raimund Sulz
© Privatarchiv Raimund Sulz
© Privatarchiv Raimund Sulz
© Privatarchiv Raimund Sulz
Programmheft Wien, gib acht (1923), rechts J. Klugmayer, links F. Wolfsecker© Privatarchiv Raimund Sulz
© Privatarchiv Raimund Sulz


ORTE
Orte
LINKS
ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag