Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

FalcoFalcotrue (eig. Hölzel, Johann)
* 1957-02-1919.2.1957 Wien, † 1998-02-066.2.1998 Puerto Plata/DOM. Musiker. Verließ im Alter von 16 Jahren die Schule mit dem Ziel, Musiker zu werden; ging 1977 nach Berlin, um Anschluss an die dortige New-Wave-Szene zu finden; er legte sich den Künstlernamen Falco zu, blieb aber vorerst erfolglos. 1979 zurück in Wien, wurde er Bassist bei den Theater-Rock-Gruppen Hallucination Company und Drahdiwaberl. 1982 internationaler Durchbruch als Solokünstler mit der Single Der Kommissar. Sein Markenzeichen wurde ein mit Anglizismen durchsetzter Rap-artiger Gesang und eine überhebliche Macho-Attitüde. Er gilt heute als der wichtigste Wegbereiter des Rap im deutschen Sprachraum, und spätestens mit dem Welthit Amadeus (1986 mehrere Wochen auf Nummer 1 der US-amerikanischen Hitparade) war er der größte Popstar und erfolgreichste Musiker der österreichischen Musikszene in der 2. Hälfte des 20. Jh.s. Ab den späten 1980er Jahren stetig abnehmender Erfolg, 1996 Rückzug in die Dominikanische Republik, wo er 1998 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.
Gedenkstätten
Gedenktafel Ziegelofengasse 37 (Wien V, s. Abb.); F.stiege (Wien V); F.gasse (Wien XXII); Denkmal Gars am Kamp/NÖ; Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Werke
LP/CD: Einzelhaft (1982), Junge Römer (1984), Falco3 (1985), Emotional (1986), Greatest Hits (1996); Singles: Maschine brennt, Ganz Wien, Helden von Heute, Der Kommissar (1982); Rock me Amadeus 1985; Mutter, der Mann mit dem Koks ist da (1995, unter dem Pseudonym T*MA).
Literatur
R. Dolezal et al., F. 1998; P. Lanz, F. 1998; W. Gröbchen in Sound & Media 8/2000; Ch. Kronherr in W. Gröbchen (Hg.), Heimspiel. Eine Chronik des Austro-Pop 1995; G. Brödl (Hg.), Die guten Kraefte. Neue Rockmusik in Österreich 1982; www.falco.at (5/2001); http://noe.orf.at (10/2011); https://oe1.orf.at/artikel/634344/Falco (11/2019).
Autor*innen
MH
Letzte inhaltliche Änderung
18.6.2021
Empfohlene Zitierweise
Michael Huber, Art. „Falco (eig. Hölzel, Johann)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 18.6.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x000202fd
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Gedenktafel Ziegelofengasse 37 (Wien V)© Hermann Zwanzger
© Hermann Zwanzger

DOI
10.1553/0x000202fd
GND
Falco(eig. Hölzel, Johann): 118821350
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS
ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag