
Doppler,
Josef
* ca. 1791 Wien,
† 29.9.1869 Pulkau/NÖ.
Musikverlagsangestellter und Musiker.
Der Schüler und Freund von Fr. Schuberts Vater beherrschte mehrere Instrumente. Nach seiner Rückkehr vom Militärdienst arbeitete D. als Gehilfe in einem nicht näher bekannten Geschäft. Daneben nahm er bei Kammermusik-Übungen im Haus von Schuberts Vater teil, in denen er Viola spielte. Im Laufe der nächsten Jahre wuchs das anfänglich nur aus einem Trio bestehende Ensemble zu einem Orchester, das bis 1820 regelmäßig, zuletzt in der Wohnung eines Spediteurs, musizierte und dort auch Oratorien aufführte. D. spielte darin Fagott. Er setzte sich sehr für Schubert ein, der wiederum dessen „verkehrten Eifer“ kritisierte. Hauptberuflich arbeitete er (ab wann ist unklar) für den Verlag A. Diabelli vermutlich (auch?) als Kopist. Bei dessen Nachfolger A. Spina fungierte er als Buchhalter und schließlich Geschäftsführer. D. war sowohl als Kopist wie auch als Bearbeiter Schubertscher Werke tätig. C. Czerny vermachte ihm testamentarisch u. a. seine sämtlichen Kirchenkompositionen. Nicht zu verwechseln mit Joseph Doppler, dem Vater der Brüder Doppler, der als Militärkapellmeister und Musiker tätig war.
Literatur
SchubertL 1997; Neue Wr. Musik-Ztg. 23.7.1857, 120; Recensionen und Mittheilungen über Theater, Musik u. bildende Kunst 23.3.1862, [177ff]; Fremden-Bl. 7.10.1869, 16; Sterbebuch der Pfarre Pulkau 1856–72, fol. 254.
SchubertL 1997; Neue Wr. Musik-Ztg. 23.7.1857, 120; Recensionen und Mittheilungen über Theater, Musik u. bildende Kunst 23.3.1862, [177ff]; Fremden-Bl. 7.10.1869, 16; Sterbebuch der Pfarre Pulkau 1856–72, fol. 254.
Autor*innen
Monika Kornberger
Uwe Harten
Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
11.9.2025
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger/Uwe Harten,
Art. „Doppler, Josef“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
11.9.2025, abgerufen am ),
https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cbef
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