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Coleman, Coleman, true Melissa
* 1968-09-1818.9.1968 Melbourne/AUS. Cellistin, Komponistin, Arrangeurin. C. wuchs in Melbourne auf und bekam dort ab dem siebenten Lebensjahr Klavierunterricht. Inspiriert durch Henry Wenig wechselte sie zum Cello und absolvierte bei ihm ab 1981 am Victorian College of the Arts (VCA) in Melbourne ein Cellostudium, das sie 1990 mit Auszeichnung abschloss. Danach folgten durch ein Stipendium des VCA Meisterklassen bei Mark Dobrinsky und William Pleeth in London. Letzterer brachte sie 1991 nach Klagenfurt, wo sie bei Miloš Mjelnik studierte und an weiteren Meisterklassen bei Mischa Maisky in Italien teilnahm.1992 übersiedelte sie nach Wien und wurde hier als Solistin und Ensemblemitglied in diversen Kammermusikformationen und Ensembles in den Bereichen Klassik, Jazz, Weltmusik und Improvisationsmusik tätig. 1993–2009 war sie Mitglied im Ensemble XX. Jahrhundert, 1995–2000 Zusammenarbeit mit dem Klangforum Wien und 1997–2000 Mitglied der Jazzband Striped Roses. Zu den Ensembles, mit denen sie noch bis heute (2025) aktiv ist, gehören seit 1996 das Koehne Quartett, seit 2001 das Improvisationstrio Ritter, Lechner, Coleman (mit K. Ritter und O. Lechner) und seit 2006 das Celloquartett eXtracello (mit Edda Breit, M. Deppe und Gudula Urban). Nationale und internationale Auftritte als Solistin und in Ensembles, seit 2003 bei zahlreichen Produktionen im Burgtheater. Seit 2004 tourt sie regelmäßig mit Marcel Khalife und arbeitet u. a. mit Dhafer Youseff, den Wladigeroff Brothers, K. Ratzer, P. Herbert, M. Nagl und W. Puschnig. C. war an Literaturprojekten zu Franz Kafka und Elias Canetti (mit O. Lechner, Anne Bennent), R. M. Rilke (mit den Wladigeroff Brothers), Christine Lavant (mit Ramon Kashher und E. Pluhar) sowie in Tanz- und Multimediaprojekten beteiligt und arbeitet mit einzelnen Künstler:innen und Theatergruppen als Performerin, Komponistin und Arrangeurin zusammen.
Ehrungen
Herbert N. Davis Chamber Music Award 1987; Peers Cotemore Stipendium (VCA) für ein Studium in Europa 1989; Gewinnerin eines Sebastian Bernadel Cellos (VCA, 3 Jahre Leihgabe) 1989; 1. Preis beim Internationalen Cello Wettbewerb in Liezen/St 1992; Hepzibah Menuhin Award for String Soloists der Musical Society of Victoria 1998.
Werke
Zahlreiche Kompositionen in den Bereichen Jazz, Weltmusik und Avantgarde für Orch. und Kammerensembles; Literaturvertonungen; Film- und Theatermusik; über 80 CDs u. a. mit dem Koehne Quartet, W. Puschnig, Willi Langer, K. Ostbahn, P. Herbert, Birds of Vienna, Joëlle Léandre, M. Nagl, E. Aichinger, K. Ratzer.
Literatur
https://de.wikipedia.org (7/2025); www.melissacoleman.at (7/2025); https://db.musicaustria.at/node/68590 (7/2025); pers. Mitt. (7/2025).

Autor*innen
EmWe
Letzte inhaltliche Änderung
23.9.2025
Empfohlene Zitierweise
EmWe, Art. „Coleman, Melissa“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 23.9.2025, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_C/Coleman_Melissa.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.



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