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Bass, Bass, true Roderich
* 1873-11-1010.11.1873 Pardubitz/Böhmen (Pardubice/CZ), † 1933-05-2424.5.1933 Wien. Komponist und Pianist. Der Sohn des Pilsener Lehrers Josef B. absolvierte von 1886–92 ein Klavierstudium am Konservatorium der GdM (1886–89 Vorbildung bei Wilhelm Rauch, 1889–92 Ausbildung bei R. Fischhof), 1891–93 studierte er auch Komposition. Erster öffentlicher Auftritt im Rahmen des Abiturientenkonzertes des Konservatoriums der GdM. Es folgten Konzertreisen als Klaviervirtuose durch Österreich, West- und Nordeuropa. 1901 wurde B. Solist bei den Salzburger Musikfesten. Er war ebenso Solist beim Wiener Symphonieorchester, bei den Prager, Dresdner, Amsterdamer und Mailänder Philharmonikern. Ab 1924 war er auch auf Radio Wien zu hören. Daneben als Klavierpädagoge tätig, zunächst privat, ab Herbst 1917 an den unter Friedrich Spigls Leitung stehenden ehemaligen Ed. Horak’schen MSch.n und 1920–1933 am Neuen Wiener Konservatorium (Schüler u. a. K. Schiske, den er 1932/33 unterrichtete und förderte). Von seinen Kompositionen, v. a. für Klavier, die er auch in seine Konzertprogramme aufnahm, wurden ab spätestens 1898 einige in verschiedenen Wiener (u. a. Jungmann & Lerch, Eberle [Waldheim-Eberle], Pawliska, Röhrich & Co., Welleminsky, Blaha) und deutschen Verlagen (Bosworth & Co, Schlesinger) veröffentlicht.
Ehrungen
Gesellschaftsmedaille und Prämium (Klavier von L. Bösendorfer) des Konservatoriums der GdM 1892; Prof.-Titel.
Werke
Orchesterwerke (Polonaise de Concert); Kammermusik (Romance fantastique f. V. u. Kl., op. 12 [1905], Märchentraum f. V. mit Kl.begleitung, op. 18 [1906]); Klavierwerke (Concertparaphrase über den Joh. Strauß’schen Walzer „Frühlingsstimmen“ [1908], Altwiener Tänze, op. 35 [1912], Alt-Wiener Miniaturen [1920]); Märsche (Lehár-Marsch 1929, Österreichs Banner 1929); Klavierbearbeitungen u. a. von Werken Luigi Boccherinis, Ch. W. Glucks, W. A. Mozarts, J. Offenbachs, Fr. Schuberts.
Literatur
Czeike 1 (1992); F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929; E. Möller, Die Musiklehranstalten der Stadt Wien und ihre Vorläufer in der ersten Hälfte des 20. Jh.s, Diss. Wien 1994; Salzburger Voklsbl. 26.5.1933, 6; Die Neuzeit 23.2.1894, 7; Fremden-Bl. 9.3.1916, 24; Neues Wr. Journal 8.9.1917, 15; Neues 8-Uhr-Bl. 15.6.1920, 4; eigene Recherchen (Jahresberichte der GdM; www.anno.onb.ac.at).
Autor*innen
Monika Kornberger
Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
21.8.2018
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger/Uwe Harten, Art. „Bass, Roderich‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 21.8.2018, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f7f1
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Die Stunde, 13.3.1928, 12© ANNO/ÖNB

DOI
10.1553/0x0001f7f1
GND
Bass, Roderich: 133344231
OBV
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