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Wunsch, Wunsch, true Ferry (eig. Franz)
* 1901-09-2727.9.1901 Wien, † 1963-07-033.7.1963 Wien. Komponist, Pianist, Trompeter. Der Sohn des Wiener Eisendrehers Eduard W. (* 22.3.1875 Wien, † 5.2.1919 Wien), der später als Musiklehrer tätig war, erhielt von diesem Unterricht in Klavier, Harmonika, Orgel, Geige und Trompete. Danach Theorie- und Kompositionsstudien bei L. Materna. Im Alter von zehn Jahren arrangierte W. bereits für Konzerte der Musikschüler seines Vaters, mit 15 Jahren begann er zu komponieren. Daneben Besuch von Bürgerschule und anschließender Handelsakademie. Nach dem Tod seines Vaters wurde W. hauptberuflich Musiker, arbeitete als Alleinunterhalter u. a. in der Kärntner Bar (Wien I). Weitere Engagements am Semmering und in Neutra (Nitra/SK), daneben erfolgreicher Fußballer. Später Trompeter in Tanzorchestern bei Juan Llossas, Marek Weber und D. Mathé, mit denen er zum Teil auch auf Tourneen ging. Ab 1935 als Kapellmeister in verschiedenen Wiener Etablissements tätig (Edenbar, Splendide, Kaiserbar, Gusti). In den späten 1940er Jahren gemeinsam mit Leo Gruber, H. Jelinek und Rudi Kampersky in der Czardásfürstin (Wien I) engagiert, später musikalischer Leiter des Amerikanischen Theaters in Salzburg. Mit seiner neu gegründeten Kapelle trat W. danach in Wien und Berlin auf. Seit 1933 auch kompositorisch tätig, schrieb er z. T. heute noch populäre Wienerlieder, viele in Zusammenarbeit mit H. Hauenstein, die von bekannten Interpreten wie P. Alexander, P. Hörbiger, Schmid Hansl interpretiert wurden. Zuletzt wieder als Alleinunterhalter tätig.
Gedenkstätten
Gedenktafel am Wohnhaus Goldschlagstraße 12 (Wien XV, s. Abb.).
Ehrungen
„Goldener Wiener“ 1962.
Werke
Operette Scherben bringen Glück (gem. m. H. Jelinek, T: H. Hauenstein); Wienerlieder (Heut kommen d’Engerln auf Urlaub nach Wean [T: F. J. Hub], Wann i amol in Himmel kumm [T: H. Jelinek], Mitten in Wien steht der Stefansturm d’rinn’ [T: H. Hauenstein], Geht’s spielt’s mir doch endlich a Weanerliad [T: H. Hauenstein], Wann heut wo ausg’steckt wird [T: H. Hauenstein], Stellt’s meine Roß in Stall [T: Karl Savara/Franz Ichmann]); Schlager (Ein kleines Lied [T: R. Sieczynski], Fräulein, Sie haben schöne Beine [T: H. Hauenstein], Abschiedslied [T: Axel Marberg]).
Literatur
Hauenstein 1976 u. 1979; Lang 1986; S. Schedtler, Wienerlied und Weana Tanz 2004; Czeike 5 (1997); E. Th. Fritz/H. Kretschmer (Hg.), Wien. Musikgesch. 1 (2006); Wr. Sporttagbl. 7.11.1923, 4; Illustriertes Sportbl. 10.11.1923, 6; Wr. Neueste Nachrichten 11.10.1939, 8; ÖNB, Hss.slg., Fragebogen Österreich-Institut Wien 708/84; Taufbuch der Pfarre Breitensee (Wien XIV) 1901, fol. 163; Trauungsbuch der Pfarre Penzing (Wien XIV) 1897–98, fol. 102 [E. Wunsch]; eigene Recherchen (u. a. www.anno.onb.ac.at).
Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
20.11.2018
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Wunsch, Ferry (eig. Franz)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 20.11.2018, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e753
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Gedenktafel am Wohnhaus Goldschlagstraße 12 (Wien XV)© Hermann Zwanzger
© Hermann Zwanzger
© Privatbesitz Monika Kornberger
© Privatbesitz Monika Kornberger

DOI
10.1553/0x0001e753
GND
Wunsch, Ferry (eig. Franz): 134561783
OBV
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