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Turini Turini Gregorio: (Turrini, Torrini, Dorini, Turino), Familie
Gregorio: * --ca. 1553 Brescia/I, --Ende 1596 Prag. Komponist, Sänger, Trompeter. Wurde in Brescia ausgebildet. Ende 1579 kam er nach Wien an die Hofmusikkapelle. 1582–96 war er Sänger und Cornettist an der Prager HMK Rudolphs II.
Werke
Neue liebliche teutsche Lieder mit vier Stimmen nach Art der welschen Villanellen 1590; ll primo libro de canzonette 1597 (NA v. M. Žáčková); Motetten u. Psalmen (Cantiones admodum devotae 1589).


Sein Sohn Francesco: * ca. 1589 Prag, † 1656 Brescia. Komponist, Organist. Schüler seines Vaters, wurde er im Alter von 12 Jahren Organist am Hof K. Rudolphs II. Dieser sandte ihn zur weiteren Ausbildung nach Rom und Venedig/I. Bald nach Rudolphs Tod (1612) ging er wieder nach Italien, vor 1620 wurde er Domorganist in Brescia (bis 1656). Sein 1. Madrigalbuch (1621) enthält frühe Triosonaten. Die einstimmige Motette im konzertierenden Stil (Monodie) Sacrificemus reginae coeli findet sich in G. B. Bonomettis Parnassus Musicus Ferdinandaeus und in Kremsmünster (L 76). Seine kanonische Messe wurde viel beachtet.


Werke
3 Madrigalbücher 1621, 1624 u. 1629 (1621 mit Triosonaten [NA v. E. Schenk in Die ital. Triosonate 1955]); Motetten; Messen 1643.
Literatur
NGroveD 25 (2001); M. Žáčková, G. T. (1553–1596), Diss. Prag 1996; MGG 13 (1966); Riemann 1961; R. Flotzinger, Eine Quelle ital. Frühmonodie in Österreich 1966, 40f; Köchel 1869 [G. T.]; MGÖ 1 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Turini (Turrini, Torrini, Dorini, Turino), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]