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Traetta Traetta true (Trajetta), Tommaso
* 1727 -03-3030.3.1727 Bitonto/I, 1779 -04-066.4.1779 Venedig/I. Komponist. Studierte ca. 1740–50 in Neapel/I und arbeitete danach mit N. Jommelli zusammen. 1758–65 wirkte er in Parma/I als Kpm. und Gesanglehrer am Hof. Mit seinen für Parma entstandenen Werken verwirklichte er die vom Intendanten Guillaume du Tillot betriebene Opernreform. Er übernahm auch auswärtige Aufträge, u. a. die vom Grafen G. Durazzo bestellte und im Burgtheater 1761 uraufgeführte Armida (die allerdings noch von der Da-capo-Arie geprägt ist) und Ifigenia in Tauride (1763, Schloss Schönbrunn). Wie auch T.s frühere Opere serie war Ifigenia von Ch. W. Gluck beeinflusst, inspirierte diesen wiederum zu dessen eigener Iphigénie en Tauride und wurde noch 1786 von J. Haydn für Eszterháza bearbeitet. 1765 ging er nach Venedig, wo er das Conservatorio dell’Ospedaletto leitete. 1768–75 war er Gesanglehrer und Operndirektor in St. Petersburg/RUS. Danach lebte er wieder in Venedig, mit Aufenthalten in London und Paris.
Werke
Opern (Ippolito ed Aricia 1759; Le feste d’Imeneo 1760; Armida 1761; Sofonisba 1762; Ifigenia in Tauride 1763; Semiramide 1765; L’isola disabitata 1765; Antigona 1772); Oratorien, Stabat mater, weltliche Vokalmusik; 3 Sinfonien.
Literatur
NGroveD 25 (2001); MGG 13 (1966); R. Strohm in K. Hortschansky (Hg.), Christoph Willibald Gluck u. die Opernreform 1989; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Traetta (Trajetta), Tommaso‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


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