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Tichatschek Tichatschek true (eig. Tichatschke; Tichatscheck, Ticháček, Tischatschek), Joseph Alois (Aloys)
* 1807 -07-1111.7.1807 Ober-Weckelsdorf bei Adersbach/Böhmen (Teplice nad Metují/CZ), 1886 -01-1818.1.1886 Blasewitz bei Dresden/D. Sänger (Tenor). Erhielt ersten musikalischen Unterricht vom Vater, besuchte das Benediktinergymnasium in Braunau (Broumov/CZ) und begann 1827 ein Medizinstudium an der Univ. Wien. Schüler von G. Ciccimarra in Wien, gab 1830 [1827/28?] sein Debüt als Chorist am Kärntnertortheater. 1833 folgte der erste solistische Opernauftritt, 1835–37 sang er am Grazer Theater, 1837/38 neuerlich in Wien und wechselte 1838 an die Hofoper nach Dresden, wo er bis 1870 mit großem Erfolg auftrat. In den UA.en von Rich. Wagners Rienzi (20.10.1842) und Tannhäuser (19.10.1845) kreierte er die Titelrollen. Gastspiele führten T. u. a. nach England, Schweden und Holland; er war auch Hofsänger der Dresdener HMK. Wagner, O. Nicolai, P. Cornelius und Hector Berlioz äußerten sich positiv über T.s gesangliches Können.
Ehrungen
Ehrenmitglied der Dresdener Hofoper 1861; königlich sächsischer Kammersänger 1863; Ritterkreuze des sächsischen Albrechts-Ordens, des Franz Joseph-Ordens u. des Ernestinischen Hausordens Sachsen-Coburg-Gotha II. Klasse 1870.
Literatur
NGroveD 25 (2001); MGG 13 (1966); K-R 1997 u. 2000; Kosch 4 (1998); Riemann 1961; ADB 38 (1894); Wurzbach 45 (1882); Ulrich 1997.
Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Tichatschek (eig. Tichatschke; Tichatscheck, Ticháček, Tischatschek), Joseph Alois (Aloys)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 15.5.2006, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e496
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.