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Suchenwirt, Suchenwirt, true Peter (der)
* --ca. 1325 Österreich?, † --zw. 1395/1407 Wien?. Wappenherold und Dichter. Über sein Leben ist wenig bekannt, aufgrund der Datierung seiner erhaltenen Dichtungen ist er für den Zeitraum 1347/49–95 nachweisbar. In frühen Jahren dürfte S. in der Tradition der fahrenden Spielleute viel auf Wanderschaft gewesen sein, wahrscheinlich hat er sich einige Zeit am Hof Hzg. Albrechts II. (1330–58) in Wien aufgehalten, möglich sind auch längere Aufenthalte bei Kg. Ludwig I. von Ungarn (1326–82) und in Bayern. Ca. 1377 ließ sich S. in Wien nieder, wo er ein Vertrauter von Hzg. Albrecht III. (1348–95) wurde, den er 1377 auf seinem Kreuzzug gegen die heidnischen Litauer und Samogitier begleitete (wie auch H. v. Montfort und O. v. Wolkenstein). S. besaß zwei Häuser im Bereich der Seitzergasse (Wien I), die er 1386 seinem Herrn für die Errichtung des Karmeliterklosters überließ; danach stand er im Eigentum des Hauses Singerstraße 26/Franziskanerplatz 4 (Wien I). Er gilt als einer der Hauptvertreter der mittelalterlichen Herolds- und Wappendichtung.
Ehrungen
S.platz (Wien X) 1875.
Werke
52 oder 53 Dichtungen (heraldische Totenklagen und Preisreden [„Ehrenreden“], politisch-didaktische und geistliche Gedichte, Minnedichtungen). – Ausg.: A. Primisser (Hg.), P. S.s Werke aus dem vierzehnten Jh. 1961 (ND der Ausg. 1827).
Literatur
Verfasserlex. 9 (1995); C. Brinker, Von manigen helden gute tat. Gesch. als Exempel bei P. S. 1987; St. C. van d’Elden, P. S. and Heraldic Poetry 1976; O. Weber, P. S. Studien über sein Wesen u. Werk 1937; ADB 37 (1894); F. Kratochwil in Jahresbericht des k. k. Ober-Gymnasiums in Krems 1871; Czeike 5 (1997); MGÖ 1 (1995).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Suchenwirt, Peter (der)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]