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Rasi, Rasi, true Francesco
* 1574 -05-1414.5.1574 Arezzo/I, 1621 -11-3030.11.1621 Mantua/I. Sänger (Tenor), Komponist, Dichter und Instrumentalist. Der Schüler von Giulio Caccini hielt sich 1597 in Wien auf, wo ihn Herzog Vincenzo I. Gonzaga von Mantua traf, der ihn 1598 anstellte und den er zusammen mit Claudio Monteverdi 1599 über Innsbruck in den Kurort Spa/B und nach Brüssel an den Hof von Erzhzg. Albrecht begleitete. Im 1. Jahrzehnt des 17. Jh.s übernahm er in allen bekannten Opern führende Tenorrollen, auch die Titelpartie in Monteverdis Orfeo. 1612 reiste er nach Prag zu K. Matthias und sang vor ihm, auf der Rückreise in Salzburg auch vor Erzb. Marcus Sitticus von Hohenems, dem er eine Handschrift mit eigenen Monodien überreichte und der 14 Monate danach eine bis 1618 öfter wiederholte Oper Orfeo aufführen ließ. R.s Witwe trat in die Dienste der K.in Eleonora (I.) in Wien.
Werke
Vaghezze di musica per una voce sola 1608, Musiche da camera e chiesa 1612 (D-Rp, NA 1995), Cibele e Ati 1617 (nur Libretto, auch von R., erhalten), Fiori d’armonica pianta 1618/20 (verloren), Dialoghi rappresentativi 1620.
Literatur
P. Florio, L’opera musicale di F. R., Diss. Pavia 1988; W. Kirkendale, The court musicians in Florence during the principate of the Medici 1993, 556–603.

Autor(en)
Herbert Seifert
Empfohlene Zitierweise
Herbert Seifert, Art. „Rasi, Francesco‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]