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Pergolesi, Pergolesi, true Giovanni Battista
* 1710-01-044.1.1710 Jesi in den Marken/I, † 1736-03-1616.3.1736 Pozzuoli bei Neapel/I. Komponist. Aus italienischem Kleinadel stammend, erhielt der von Kindheit an Kränkliche seine musikalische Ausbildung anfangs in seiner Heimatstadt; 1720–25 besuchte er das Conservatorio dei Poveri di Gesù Cristo in Neapel. 1731 entstand ein erstes dramma sacro; im Folgejahr wurde P. maestro di cappella des Prinzen Ferdinando Colonna Stigliano, der zum Hofstaat des österreichischen Vizekönigs in Neapel zählte. In den folgenden vier Jahren bis zu seinem Tod entstanden eine Reihe von sowohl musikdramatischen Werken als auch Kirchenmusikwerke, die neue stilistische Maßstäbe setzten und weit über P.s Wirkungsbereich und Lebenszeit hinaus Berühmtheit erlangten. V. a. sein 1733 komponiertes Intermezzo La serva padrona, das bereits in den ersten 10 Jahren in ganz Europa aufgeführt wurde (1739 in Graz, in den 1750er Jahren in Schlosshof/NÖ für den Prinzen von Sachsen-Hildburghausen), löste einen als Buffonistenstreit (Querelle des Bouffons) bekannten Richtungskonflikt aus, in den u. a. Ch. W. Gluck verwickelt war. P.s Stabat mater gehört zu den Werken, die am Beginn des musikalischen Historismus in Österreich stehen.
Werke
Opern (La serva padrona, Adriano in Siria, L’olimpiade), Oratorien, Messen und andere Kirchenmusikwerke (Stabat mater, Salve Regina, Dixit Dominus), Kammerkantaten, Duette, Arien, Instrumentalwerke.
Literatur
NGroveD 19 (2001); NGroveDO 3 (1992); MGÖ 2 (1995); MGG 10 (1962).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Pergolesi, Giovanni Battista‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


GND
Weiterführende Literatur (OBVSG)

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