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Mortier, Mortier, true Gérard
* 1943 -11-2525.11.1943 Gent/B, † 2014-03-077.3.2014 Brüssel. Kulturmanager, Intendant. Studierte an der Univ. Gent Jus und Publikumswissenschaften (Dr. jur.). War als Assistent des Direktors des Flandern Festivals tätig (wo er die Wiener Philharmoniker mit K. Böhm erstmals nach Gent holte). 1973–80 Leiter des Büros von Ch. v. Dohnányi und Rolf Liebermann in Düsseldorf/D, Frankfurt a. M./D, Hamburg und Paris. 1981–91 Direktor der Brüsseler Oper. 1991–2001 Intendant und künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele, die er erneuerte und dessen Programm er um zahlreiche Werke des 20. Jh.s erweiterte. Anschließend gestaltete M. bis 2004 das Festival „Ruhr-Triennale“, danach leitete er die Pariser Opern Bastille und Garnier. 2010 wurde er künstlerischer Direktor des Teatro Real in Madrid, wo er zuletzt noch eine Beraterfunktion ausübte. M. gilt als innovativer Gestalter im Bereich der Oper, der vor Konfrontationen nicht zurückscheute und das internationale Operngeschehen über Jahrzehnte wesentlich mitprägte.
Ehrungen
Ehrendoktorat Univ. Antwerpen/B; Ehrenzeichen Belgiens und der Bundesrepublik Deutschland; Commandeur des Arts et des Lettres Frankreich; Mitglied der Akad. der Künste Berlin; Clemens Krauss Medaille in Silber der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor 1994.
Literatur
www.5angels.net/presse/Gerard%20Mortier%20Bio%20dt.doc (12/2003); www.califice.net/belge/notes/mortier.shtml (12/2003); www.kv-staatsopernchor.at (9/2013); www.orf.at (3/2014).

Autor(en)
Alexander Rausch
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Monika Kornberger, Art. „Mortier, Gérard‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 19/03/2014]