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Massaini Massaini true (Massaino), Tiburzio (Tiburtio)
* --vor 1550 Cremona/I, † --nach 1609 Piacenza/I (Lodi/I?). Komponist. War Augustinermönch in Piacenza, bevor er 1571 in Rom an S. Maria del Popolo Kapellmeister wurde. Ca. 1578 war er in Modena/I angestellt. Nach Aufenthalten in Lodi (1580) und als Domkapellmeister an der Kathedrale von Salò/I (1587) war M. 1589/90 Kaplan (und Sänger) der Hofmusikkapelle Erzhzg. Ferdinands II. in Innsbruck. 1590/91 in Diensten des Erzb.s Wolf Dietrich v. Raitenau in Salzburg, wurde er der Homosexualität verdächtigt und deshalb entlassen, worauf er sich nach Prag an den Hof Kaiser Rudolfs II. wandte (Kontakte zu Ph. de Monte). 1594 in Cremona, 1598 in Piacenza, 1600–08 in Lodi (dort vermutlich maestro di cappella) belegt. Danach dürfte er wieder Domkapellmeister in Piacenza gewesen sein. Der von der venezianischen Schule (G. Gabrieli) geprägte M. gehörte zu den angesehensten Komponisten seiner Zeit.
Werke
Messen, Psalmen, Magnificat, Motetten (auch einstimmige); Madrigale; Instrumentalwerke (Canzonen [Ausg: R. Monterosso in DTÖ 110, 1964]).
Literatur
MGG 8 (1960) [mit WV]; NGroveD 16 (2001) u. 11 (1980) [mit WV]; Senn 1954; Riemann 1961 u. 1975; EitnerQ 6 (1902); Salzburger KulturL 2001; MGÖ 1 (1995); Tschmuck 2001.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Massaini (Massaino), Tiburzio (Tiburtio)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


GND
Massaini
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