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Mascagni, Mascagni, true Pietro
* 1863 -12-077.12.1863 Livorno/I, † 1945 -08-022.8.1945 Rom. Komponist, Dirigent. Nach musikalischer Ausbildung in Livorno besuchte er das Konservatorium in Mailand, wo er Schüler von A. Ponchielli wurde. 1888 erhielt M. für seinen Einakter Cavalleria rusticana den 1. Preis bei dem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Wettbewerb. Aufgrund des Welterfolgs von Cavalleria (UA Rom 1890) wurde er auch bei der internationalen Ausstellung für Musik und Theaterwesen in Wien 1892 gefeiert. Die Bekanntheit dieser veristischen Oper (Verismo) provozierte eine Parodie von A. Weigl und R. Mader. 1895–1902 war M. Direktor des Liceo musicale von Pesaro/I. Danach war er Leiter der Scuola Nazionale di Musica in Rom. Mit seinen späteren Opern war der Rivale G. Puccinis weitaus weniger glücklich. Zu seinen Bewunderern gehörte auch G. Mahler. 1924 dirigierte M. in Wien.
Werke
Opern (Cavalleria rusticana 1888, L’amico Fritz 1891, Iris 1898, Guglielmo Ratcliff [nach Heinrich Heine] 1885, Nerone 1935); Operette 1919; Kantate A Giacomo Leopardi 1898; Messa funebre für König Umberto I. 1900; Lieder; Sinfonische Dichtung Davanti a Santa Teresa 1923; Kammermusik.
Schriften
M. parla, hg. v. S. de Carlo 1945; Aus dunklen Tagen. Lebensabriß 1893.
Literatur
NGroveD 16 (2001) [mit WV]; NGroveDO 3 (1992); MGG 8 (1960); Riemann 1961; MGÖ 3 (1995); Reichspost 9.1.1924.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Mascagni, Pietro‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]