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Martin, Martin, true Philipp Jakob
* --? Regensburg/D, † --?. Konzertveranstalter. Der Sohn eines Arztes besuchte das Münchener Jesuitenseminar, wo er mit V. Adamberger befreundet war. In Wien trat er als erster professioneller Konzertveranstalter auf, ab 1781 organisierte er in der sog. Mehlgrube (Wien I, Neuer Markt 5), im Prater (Wien II) und Am Hof (Wien I) Konzerte mit Dilettanten–Orchestern. Besonders bekannt wurden die von ihm im Sommer 1782 begründeten Augarten-Konzerte, die er bis 1791 leitete und an denen sich 1782 auch W. A. Mozart aktiv beteiligte. Letzterer stand in einem engen Verhältnis zu M., 1783 hob M. Mozarts Erstgeborenen in Vertretung des eigentlichen Taufpatens, Raimund Wetzlar Freiherr v. Plankenstern, aus der Taufe und M. könnte auch der „eselhafte Martin“ im Kanon KV 560 sein.
Literatur
O. Biba in MozartJb 1978/79; W. A. Bauer/O. E. Deutsch (Hg.), Mozart. Briefe u. Aufzeichnungen, 7 Bde. 1962ff; E. Schenk, Mozart 21975; E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1 (1869), 69–71; Köchel 1965; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Martin, Philipp Jakob‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]