Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Markl, Markl, true Alois Erasmus
* 1856-06-033.6.1856 Wien, † 1928-07-1616.7.1928 Wien. Flötist, Musikfunktionär. M. studierte 1868–74 am Konservatorium der GdM Flöte bei F. Doppler sowie Harmonielehre bei F. Krenn (Abschluss 1874). 1874–76 studierte er zusätzlich Klavier bei W. Schenner. 1879 wurde M. zunächst als 2. Flötist des Orchesters der Wiener Hofoper sowie der Wiener Philharmoniker engagiert und stieg kurz darauf zum 1. Flötisten auf. Ab 1904 war er außerdem Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle (bis 1921). Für die Wiener Philharmoniker inventarisierte M. 1889 das Archiv und wurde 1899 als Obmann und Kassier ins Komitee gewählt. 1903 wurde er zum Vorstand ernannt. In dieser Funktion organisierte M. u. a. erstmals Auslandsreisen des Orchesters. 1914 ging er in Pension, durfte allerdings weiter als Vorstand wirken, was bis dahin ausschließlich aktiven Musikern vorbehalten war. 1923 trat er aufgrund von Differenzen nach einer Südamerika-Tournee zurück, wurde jedoch zum Ehrenvorstand ernannt. 1908 war M. Teil des Musik-Komitees, das den Festumzug zum Kaiserjubiläum organisierte. Außerdem wirkte er 1904–28 als Vorstand des Wiener Tonkünstler-Pensions- und Unterstützungs-Verein „Carl Czerny“ und war somit mitverantwortlich für die Schaffung des Musiker-Pensionsfonds.
Ehrungen
1. Preis beim Concurs für Flöte des Konservatoriums der GdM 6.7.1874; Goldenes Verdienstkreuz mit Krone 1910; Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens 1914; Bürgerrecht mit Nachsicht der Taxen 1916; Ehrenvorstand der Wiener Philharmoniker 1923.
Literatur
Ch. Merlin, Die Wr. Philharmoniker 2 (2017); Th. Antonicek in StMw 29 (1978); Neues Wr. Tagbl. 7.7.1874, 20, 14.10.1904, 9; Illustrirtes Wr. Extrabl. 6.6.1902, 3, 16.6.1903, 19; Die Zeit 12.6.1908, 6; Prager Abendbl. 23.4.1910, 3; NFP 10.10.1914, 19, 4.6.1916, 14, 22.6.1923, 7; Kleine Volksztg. 18.7.1928, 5; Der Tag 18.7.1928, 5; Wr. Ztg. 18.7.1928, 4; Taufbuch 1856 der Pfarre St. Josef zu Margareten (Wien V), fol. 97, Nr. 488; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; www.anno.onb.ac.at).
Autor*innen
Meike Wilfing-Albrecht
Letzte inhaltliche Änderung
16.2.2022
Empfohlene Zitierweise
Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Markl, Alois Erasmus‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 16.2.2022, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_M/Markl_Alois.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN

GND
Markl, Alois Erasmus: 130111910
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS
ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag