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Lisinski, Lisinski, true Vatroslav (eig. Ignac Fuchs)
* 1819 -07-088.7.1819 Agram (Zagreb), 1854 -05-3131.5.1854 Agram. Komponist. Angeregt von der Illyrischen Bewegung kroatisierte er seinen Namen. Er studierte in Zagreb (Agram) Philosophie (1837–40) und Jura (1840–42) und nahm privaten Musikunterricht (bis 1837 bei Juraj Sojka und bis 1847 bei Georg [Juraj] Karl Wisner von Morgenstern). Er übersiedelte nach Prag, wo er aber für das Konservatorium bereits zu alt war und 1847–50 weiterhin privat studierte (bei K. Fr. Pitsch und Johann Friedrich Kittl). 1842–47 hatte L. einen unbezahlten Posten als Beamter, 1850–52 als unbezahlter Organisator, Dirigent und Mitglied eines Komitees, das die neuen Statuten des Zagreber Musikvereins vorbereitete. Da er von Klavierunterricht und gelegentlichen Schenkungen nicht leben konnte, gab er das Komponieren auf und wurde 1852 Beamter. Seine Werke im Stil der Frühromantik erinnern an tschechische und kroatische Volksmusik. L. war der talentierteste und bedeutendste kroatische Komponist der 1. Hälfte des 19. Jh.s.
Werke
145 Werke, darunter die in jungen Jahren komponierte, erste kroatische Nationaloper Ljubav i zloba [Kabale und Liebe] (erfolgreiche UA durch Liebhaber am 28.3.1846 in Zagreb); Oper Porin (1851 vollendet, UA 1897); Lieder (auf kroatische, tschechische und dt. Texte), Chöre; Orchesterwerke (Ouvertüre Bellona [1849] und Idylle Der Abend [1850]); Klavierwerke (Tänze, Märsche). – Izabrana djela [Augewählte Werke], hg. v. L. Županović 1969.
Schriften
Theorie der Tonsetzkunst nach den Vorträgen des Direktors K. Pič (unveröffentlicht).
Literatur
J. Andreis, Music in Croatia 1974, 21982; L. Županović, Centuries of Croatian Music 2 (1989); NGroveD 14 (2001); MGG 8 (1960).

Autor(en)
Sanja Mayer-Bobetko
Empfohlene Zitierweise
Sanja Mayer-Bobetko, Art. „Lisinski, Vatroslav (eig. Ignac Fuchs)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]