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Lang, Lang, true Hansi (eig. Johann Otto)
* 1955-01-1313.1.1955 Wien, † 2008-08-2424.8.2008 Wien. Sänger, Komponist. Aufgewachsen als Wiener Vorstadtkind der Nachkriegszeit wurde L. in seiner Jugend stark von der über Wien hereinbrechenden Moderne geprägt. Seine frühen Songtexte sind in den besten Momenten treffende Zeitdiagnosen, Traumberichte aus dem schnellen Leben in einer „Stadt aus Stahl“. Erste Auftritte als Rocksänger absolvierte er ab 1973 bei diversen Underground-Bands. Entscheidender für den späteren Erfolg dürfte jedoch ab 1975 das unregelmäßige Engagement als Komponist und Leadsänger der Hallucination Company gewesen sein. In der Wiener Pop-Szene der frühen 1980er Jahre galt er als zweite große Hoffnung neben Falco, zu dessen Starkarriere er sich heute als Gegenentwurf des Überlebenden sieht. Sein Plattendebüt als Solokünstler bescherte ihm 1982 Aufmerksamkeit über die Grenzen hinaus, den internationalen Durchbruch verhinderten jedoch Verweigerung und Ungeschick. Drogenprobleme prägten die entscheidenden Jahre, und 1985 zog er sich ins Privatleben zurück. Mehreren Comebackversuchen (u. a. F@lco – A Cyber Show) war nur mäßiger Erfolg beschieden, bis mit dem Projekt Slow Club (gemeinsam mit Th. Rabitsch und Wolfgang Schlögl) eine bemerkenswerte Umorientierung gelang.
Gedenkstätten
Gedenktafel und Umbenennung zu H.-L.-Hof des Gemeindebaus Saileräckergasse 8–14 (Wien XIX).
Ehrungen
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 2006; Amadeus Austrian Music Award für sein Lebenswerk (posthum) 2009.
Werke
LP/CD: Keine Angst 1982; Der Taucher 1982; Pyramidenmann 1984; Ich oder Du 1984 (Soundtrack zum gleichnamigen Film, in dem L. auch als Schauspieler mitwirkte); Keine Angst – Alle seine Hits 1989. Singles: Keine Angst 1982; Montevideo/Zucker 1982; Ich spiele Leben/Ich werde sehen 1982; Josefine/Lauf 1984; Chained Up 1989.
Literatur
G. Brödl, Die guten Kräfte. Neue Rockmusik in Österreich 1982, 31ff; Musiklandesrundschau 11/1982, 5 u. 1/1983, 14; Falter 13/1984, 9 u. 16/2000, 18ff; https://oe1.orf.at (11/2019); www.derstandard.at (6/2022); https://kurier.at/ (8/2020); www.friedhoefewien.at (6/2022).

Autor*innen
Michael Huber
Letzte inhaltliche Änderung
10.6.2022
Empfohlene Zitierweise
Michael Huber, Art. „Lang, Hansi (eig. Johann Otto)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 10.6.2022, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d6ea
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Grab am Friedhof Hernals (Wien XVII)© 2021 Hermann Zwanzger
© 2021 Hermann Zwanzger

DOI
10.1553/0x0001d6ea
GND
Lang, Hansi (eig. Johann Otto): 134439309
OBV
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