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Kronecker, Kronecker, true P. Gunther OSB (Paul)
* 1803 -01-2727.1.1803 Fischlham/OÖ, † 1847 -08-1414.8.1847 Kremsmünster/OÖ. Geistlicher und Komponist. Der Sohn eines Totengräbers studierte 1817–23 in Kremsmünster, nach einem Jahr Jusstudium in Wien (wo er noch einmal mit Fr. Schubert zusammengetroffen sein dürfte) trat er 1826 in das Stift ein, studierte 1827–31 Theologie in Linz (1831 Priester). Zunächst in der Seelsorge tätig, war er ab 1840 Rentmeister und 1841–47 Musikdirektor des Stiftes. Dabei leistete er sowohl organisatorisch als auch kompositorisch Hervorragendes. Zu Recht gilt er als bedeutendster Kremsmünsterer Hauskomponist des 19. Jh.s. 1839 vervollständigte er das für die Kaiserin von Österreich bestimmte Requiem von M. Haydn. Seine Hauptwerke sind zweifellos das achtstimmige Libera mit Bläsern (1832, s. Tbsp.) und die Totenvesper für Soli, Chor und Orchester (1834, sog. „Gunthervesper“, s. Tbsp.), die seither in Kremsmünster alljährlich bei der Feier des Stiftertages (11. Dezember) zur Aufführung gelangen.
Ehrungen
Ehrenmitglied des Linzer Musikvereins (1842) und des Salzburger Dom-Musik-Vereins (1845).
Werke
Messen, Proprien, Lieder, Chöre, Totenvesper; Melodram Yelva oder die russische Waise; Gelegenheitskompositionen.
Literatur
Kellner 1956; Kellner, Profeßbuch; Krakowizer/Berger 1931.

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Kronecker, P. Gunther OSB (Paul)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]