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HirschbergerHirschbergerJohann Amand: (Hirsperger), Familie
Johann Amand: * --1678 Mühldorf, Oberbayern/D, † 1727-05-2424.5.1727 Passau/D. Organist. 1695–1710 im Stift St. Nikola bei Passau tätig, ab Michaeli 1710 (unter B. Aufschnaiter) Hof- und Domorganist in Passau. Er war dreimal verheiratet und hinterließ mehrere unversorgte Kinder. Was von seinem musikalischen Nachlass als eigene Kompositionen anzusehen ist, bleibt offen. Sein Sohn

Anton: * 11.6.1700 Passau, † 14.5.1736 Reichersberg/OÖ. Lehrer und Organist. War ab 1720 zweiter Domorganist in Passau, dann 1723–36 Stiftsorganist und Lehrer an der Stiftsschule in Reichersberg. Hinterließ kleinere Kirchenkompositionen, bei seinem Tod wird er als exzellenter Organist gerühmt. Dessen Sohn

Anton Claudius: * 8.6.1734 Reichersberg, † 27.1.1810 Reichersberg. Schullehrer und Organist. War 1759–1810 Stiftsorganist in Reichersberg. Dessen Sohn

Josef Anton: * 6.7.1789 Reichersberg, † 17.4.1864 Reichersberg. Lehrer und Organist. Erhielt 1807 in Ried im Innkreis sein Gehilfenzeugnis und folgte drei Jahre später bereits seinem Vater als Lehrer in Reichersberg nach. Er leitete 1830–34 (Nachfolger: E. Zöhrer) provisorisch den Stiftschor, den er nach 1857 nochmals für einige Jahre betreute.

Nicht ganz geklärt ist das Verwandtschaftsverhältnis zu:

Andreas Michael: * ?, † 22.2.1724 Ried im Innkreis/OÖ. Organist. War möglicherweise ein Bruder von Johann Amand H. Er ist seit 1709 in Ried im Innkreis nachweisbar. Dessen Sohn

P. Albericus (Alberich) OCist (Josef Joachim): * 11.3.1709 Ried im Innkreis, † 27.9.1745 Schupfing bei Halsbach/D. Geistlicher und Komponist. Trat 1727 in die Zisterzienserabtei Raitenhaslach in Oberbayern (Burghausen/D) ein (1728 Profess, 1734 Priester). Studien führten ihn 1731 in die Benediktinerklöster  Rott am Inn/D und Prüfening/D (1732/33). Danach war er Novizen-, Küchen- und Kellermeister sowie Musikdirektor in Raitenhaslach, 1742/43 Lesemeister in Weinzierl/NÖ bei Krems und zuletzt Kastner. Seine Messen (vom Typ Landmesse) gehörten im 18. und frühen 19. Jh. zu dem auch im Österreichischen verbreiteten und höchst erfolgreichen Verlagsprogramm des Augsburger Musikverlags Lotter.


Werke
Philomela Cisterciensis ex valle Bernardina Raitenhaslacensi in orbem evolans (6 Messen, 1 Te Deum) 1743; kleinere Kirchenwerke, 11 Sonaten, 1 Pastorello [o. J.].
Literatur
R. W. Schmidt in 900 Jahre Augustiner Chorherrenstift Reichersberg 1983; H.-W. Schmitz, Passauer Musikgesch. 1999; RISM A/I/4 (1974); Flotzinger 1988; R. Flotzinger in [Kgr.-Ber.] Bruckner Linz 1985, 1988; F. Berger, Ried im Innkreis. Gesch. des Marktes und der Stadt 1948; E. Krausen, Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach 1977; R. Münster in Die Heimat Nr. 131 (November 1970); Verzeichniß des dt.en Lehrpersonal-Standes in der Dioecese Linz 1846; Taufbuch 1669– 1712 der Pfarre Ried im Innkreis, pag. 881; Sterbebuch 1695–1764 der Pfarre Ried im Innkreis, pag. 154; Taufbuch 1682–1807 der Pfarre Passau-St. Nikola, pag. 83; Taufbuch 1631–1734 der Pfarre Reichersberg, fol. 84r; Taufbuch 1784–1830 der Pfarre Reichersberg, pag. 11; Sterbebuch 1735–83 der Pfarre Reichersberg, pag. 2; Trauungsbuch 1735–83 der Pfarre Reichersberg, pag. 43 u. 71; Sterbebuch 1784–1830 der Pfarre Reichersberg, pag. 68 u. 93; Sterbematriken-Duplikate der Pfarre Reichersberg 1864; Slg. Moißl.

Autor(en)
Uwe Harten
Rudolf Flotzinger
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Rudolf Flotzinger/Christian Fastl, Art. „Hirschberger (Hirsperger), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 6.10.2017]


GND
HirschbergerJohann Amand
Weiterführende Literatur (OBV)
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HirschbergerAnton
Weiterführende Literatur (OBV)
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HirschbergerJosef
Weiterführende Literatur (OBV)
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HirschbergerAndreas Michael
Weiterführende Literatur (OBV)
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HirschbergerP. Albericus
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