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Heinrich von MügelnHeinrich von Mügeln
* --?, † --?. Sangspruchdichter. Bedeutendster Chronist der 2. Hälfte des 14. Jh.s aus Meißen/D. Die Schaffenszeit bestimmt sich durch die Widmungen an Hertnit von Pettau/St (1369), Herzog Rudolf IV. von Österreich (1358–65), König Ludwig I. von Ungarn (1342–82) und Kaiser Karl IV. (1349–78). Er bezeichnet sich zwar als Laie, zeigt jedoch außerordentliche Gelehrsamkeit.
Werke
Deutscher Psalmenkommentar nach Nikolaus von Lyra; deutsche Ungarnchronik in Prosa; lateinische Ungarnchronik; deutsche Auslegung des Valerius Maximus Factorum et Dictorum Libri Novem; Der Meide Kranz (Lob der Gottesmutter Maria mit den zwölf Künsten in ihrer Krone, die Theologie an der Spitze); Lyrik: Sangspruchdichtung im Anschluss an Frauenlob u. a. mit den Themen Kosmologie, Altes Testament, Marienpreis, Freie Künste, Astronomie. Im Meistersang gilt er noch als einer der „zwölf alten Meister“.
Literatur
K. Stackmann in Verfasserlex. 3 (21981); K. Stackmann, Der Spruchdichter H. v. M. 1958; M. Stolz, Tum-Studien. Zur dichterischen Gestaltung des Marienpreis H.s v. M. 1996.

Autor(en)
Franz Viktor Spechtler
Empfohlene Zitierweise
Franz Viktor Spechtler, Art. „Heinrich von Mügeln‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]