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Haibel Haibel Johann Petrus Jakob: (Haibl, Heibel), Ehepaar
Johann Petrus Jakob: * 1762-07-2020.7.1762 Graz, † 1826-03-2424. [ÖBL: 25.] 3.1826 Diakowar/Slawonien (Đakovo/HR). Komponist, Sänger und Chordirektor. Um 1789 stieß er zur Truppe E. Schikaneders am Freihaus-Theater auf der Wieden, wo er als Schauspieler und Tenor (u. a. Monostatos in W. A. Mozarts Zauberflöte) auftrat und für das er ab 1795 u. a. Singspiele komponierte. Seinem Ballett Le nozze disturbate entnahm L. v. Beethoven das Menuett à la Viganò für seine Zwölf Variationen (WoO 68). H.s größter Erfolg nach einem Libretto von Schikaneder war 1796 Der Tyroler Wastel mit seinem Wiener Lokalkolorit, dessen Duett Tiroler sind oftn so lustig und froh überaus populär wurde. Vermutlich noch vor dem Tod seiner ersten Frau (1806) verließ er Wien und ging nach Diakowar, wo er Chordirektor an der Kathedrale wurde und Kirchenmusik komponierte. 1807 heiratete er Sophie, die Schwester von C. Weber und wurde so gewissermaßen Mozarts posthumer Schwager.
Werke
Ballettpantomime (Le nozze disturbate, oder die unterbrochene Hochzeit), Singspiele (Der Einzug in das Feindesquartier; Östreichs treue Brüder, oder Die Scharfschützen in Tirol, oder Der Landsturm = 2. Teil des Tyroler-Wastl; Tsching!Tsching!Tsching), komische Opern (Der Tyroler-Wastel; Das medizinische Konsilium),QuodlibetRochus Pumpernickel (gem. m. I. v. Seyfried); Messen. Die meisten seiner Bühnen- und Kirchenwerke sind verschollen.

Maria Sophie (geb. Weber): * ?.10.1763 Zell bei Wiesental/Baden-Württemberg, † 26.10.1846 Salzburg. In Wien zur Sängerin ausgebildet; zog nach dem Tod ihres Mannes zu ihrer Schwester Constanze nach Salzburg. 1825 schrieb sie für deren zweiten Mann G. N. Nissen einen Bericht über die letzte Krankheit Mozarts, den sie bis zuletzt gepflegt hatte.


Literatur
NGroveD 10 (2001) u. 27 (2001, Weber); K-R 1997; MGG 5 (1956); StMl 1962–66; ÖBL 2 (1959); Z. Blažeković/E. Stipčević in V. Katalinić (Hg.), [Kgr.-Ber.] Off-Mozart Zagreb 1992, 1995; O. E. Deutsch in Mitt. des Vereines für Gesch. der Stadt Wien 16 (1937); F. Hadamowsky, Das Theater in der Wiener Leopoldstadt 1781–1860, 1934; R. Angermüller in Mitt. d. Int. Stiftung Moz. 37 (1989); M. Lorenz in Wr. Geschichtsbll. 63/4 (2008); M. Lorenz, The Godchildren of Emanuel and Eleonore Sch. (http://michaelorenz.blogspot.co.at, 1/2018).

Autor*innen
Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
25.6.2019
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Haibel (Haibl, Heibel), Ehepaar‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 25.6.2019, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d03b
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
HÖRBEISPIELE

I. v. Seyfried/J. Haibel, Ouverture aus Pumpernickel, gespielt auf einer unsignierten Flötenuhr
© 2002 Verlag der ÖAW

DOI
10.1553/0x0001d03b
GND
Haibel Johann Petrus Jakob: 103898883
OBV
Weiterführende Literatur
GND
Haibel Sophie: 130841102
OBV
Weiterführende Literatur

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