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Goetz, Goetz, Otto Ehepaar
Otto (eig. Gausel): * 1885-09-1717.9.1885 Perchtoldsdorf/NÖ, † 1964-11-1414.11.1964 Wien. Kapellmeister und Komponist. Sohn eines Kaufmannes, studierte 1907–11 Musikwissenschaft an der Univ. Wien u. a. bei G. Adler, R. Wallaschek, M. Dietz (Dr. phil. 1916). Namensänderung 1910. Musikalische Ausbildung bei R. Heuberger und R. Fuchs. Danach Opern- und Operettenkapellmeister an verschiedenen Bühnen Österreichs (1912 Brüx [Most/CZ], 1913 Saaz [Žatec/CZ], 1913–21 Baden bei Wien als Kapellmeister für die Operette, 1921/22 Reichenberg, 1922/23 Bielitz (Bielsko-Biała/PL), Oktober 1923 Stadttheater Baden). Ab November 1913 Vizechormeister des neu gegründeten Theaterchorvereins in Baden. Parallel dazu war er auch kompositorisch tätig, komponierte mehrere Operetteneinakter sowie zahlreiche Schlager und Wienerlieder. Im Herbst 1923 ließ er sich in Wien nieder. Seit 1924 widmete er sich in erster Linie der Komposition von Unterhaltungsmusik, leitete die Ballett-Verlag GmbH und trat nur noch gelegentlich als Dirigent an die Öffentlichkeit. Als Klavierbegleiter mitunter Auftritte bei der RAVAG. Sein 25-jähriges Künstlerjubiläum feierte die Gesellschaft zur Hebung und Förderung der Wiener Volkskunst 1935 mit einer Konzertakademie, bei der u. a. E. Eysler und F. Imhoff mitwirkten.
Ehrungen
1. Preis beim internationalen Walzerwettbewerb der Woche 1912; 1. Preis des Wettbewerbes der Gesellschaft zur Hebung und Förderung der Wiener Volkskunst als „Schönstes Wienerlied“ für Die Welt kann ja so schön sein (T: Rudolf Berdach) 1933.
Werke
Operetteneinakter; Singspiel Adieu, ihr kleinen Mädchen 1913; Operetten (Hotel zur Liebe UA Köln/D ca. 1933, Immer nur Liebe UA Mailand 1936); Schlager (Wer kennt nicht das uralte Märchen? [T: A. Steinberg-Frank], Ein Brief an das Glück [T: P. Herz], Benedikt, du bist so ungeschickt [T: P. Herz], Du bist der Typ von Madrid [T: P. Herz]); Wienerlieder (Ja wer ist schuld, wenn ma a Dummheit macht? [T: R. Berdach], Ja, das ist Wien [T: R. Berdach], I kenn’ an Wetterhahn [T: J. Petrak]; Filmmusik (gem. m. Emil Petroff Die Bauernprinzessin nach dem Singspiel von R. Stolz 1928).
Literatur
Wien im Lied und Tanz 1/9 [1933], 2; Tonfilm Theater Tanz 3/12 (1935), 15 u. 4/11 (1936), 16; Lang 1986; Badener Ztg. 20.9.1913, 3, 1.10.1913, 6, 15.11.1913, 6, 24.12.1921, 3, 3.11.1922, 4, 16.10.1926, 2, 11.7.1928, 2, 2.2.1935, 4, 16.10.1935, 2; Neues Wr. Journal 19.3.1916, 17; Prager Tagbl. 24.9.1921, 4; Mitt. AKM; eigene Recherchen (Bühnenjb.er; Meldezettel WStLA).


Grete (eig. Margaretha), geb. Zantler: * 29.4.1890 Gainfarn/NÖ, † ?.10.1968 Wien? (begr. 8.11.1968 Wien), Schauspielerin, Sängerin. Schülerin von Egmont Plowitz, war als Operettensoubrette ab 1913 am Stadttheater Baden tätig, wo sie große Erfolge als Hannerl in H. Bertés Operette Das Dreimäderlhaus errang. 1916/17 Gastspiele in Mödling, 1917/18 Engagement in Troppau. Heirat am 24.11.1917 in Baden, wohin sie 1918/19 wieder an die Bühne zurückkehrte. Nach der Geburt von Tochter Edeltraut (4.2.1920) und einigen Gastspielen in Baden ging sie 1921 mit ihrem Mann in Engagements nach Reichenberg und Bielitz (1922/23) und kehrte danach als Gast für die Saison 1923/24 erneut nach Baden zurück. 1925 Stuttgart/D, Sommer 1925 Colosseum in Wien, 1926/27 Gastspiele in Baden. 1928/29 Auftritte in sog. Singfilmen bzw. Filmsingspielen (Die Bauernprinzessin [M: O. Goetz], Lied aus Alt-Wien [M: Josef Teutscher nach V. Korzhé]), in denen sie während der Filmvorführungen live sang und spielte. In den 1930er Jahren trat Z. mitunter in Veranstaltungen gemeinsam mit ihrem Mann auf, bei denen sie u. a. dessen Wienerlieder interpretierte.


Literatur
Neues Wr. Tagbl. 1.11.1913, 90; Der Humorist 20.3.1914, 3, 1.6.1918, 2; Mödlinger Ztg. 23.4.1916, 5; Badener Ztg. 15.5.1915, 7; 6.6.1917, 3, 4.5.1918, 4, 29.5.1918, 2, 20.9.1919, 3, 24.12.1921, 3, 3.11.1922, 4, 12.10.1923, 4, 11.7.1925, 5, 1.9.1926, 5, 11.7.1928, 2, 20.4.1932, 4, 2.5.1935, 3f; Das interessante Bl. 22.6.1916, 22; Dt. Volksbl. 14.9.1917, 14; Prager Tagbl. 24.9.1921, 4; Reichspost 18.2.1925, 5, 13.7.1928, 14, 7.3.1930, 9; (Linzer) Tages-Post 17.8.1928, 16; Das Kino-Journal 24.8.1929, 12; Trauungsbuch der Pfarre Baden-St. Stephan 1916–1918, fol. 104; www.friedhoefewien.at (10/2016); eigene Recherchen (Bühnen-Jb.er).

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Goetz, Ehepaar‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 6.10.2017]