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Dollfuß-Lied
Umgangssprachlich für ein Lied auf den Tod des Bundeskanzlers. Nach seiner Ermordung bei einem nationalsozialistischen Putschversuch am 25.7.1934 wurde der österreichische Bundeskanzler 1932–34, Engelbert Dollfuß (1892–1934), durch die „Vaterländische Front“ zum Märtyrer hochstilisiert. Das daraufhin von Rudolf Henz (Text) und A. Dostal (Melodie) geschaffene Lied sollte zu einer Art zweiten Bundeshymne werden. Im November 1936 verfügte das Bundesministerium für Landesverteidigung, dass das D.-L. von den Militärmusiken im Anschluss an die Bundeshymne zu spielen ist. In Anlehnung daran sollte es bei allen Veranstaltungen auf die Bundeshymne gespielt werden.
Literatur
MGÖ 3 (1995); Archiv Marktgemeinde Biedermannsdorf (1186/1936, Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Mödling Zl. I/1037 v. 11.10.1936).
Autor*innen
Rudolf Flotzinger
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
14.9.2021
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger/Christian Fastl, Art. „Dollfuß-Lied‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 14.9.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fc46
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
© Monika Kornberger
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