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Bauer, Bauer, true Emil
* 1874-03-044.3.1874 Wien, † --nach 23.10.1941 (Ort? [Konzentrationslager?]). Komponist, Kapellmeister. Studierte am Konservatorium der GdM 1896/97 Kontrapunkt bei R. Fuchs, 1897–99 Oboe bei R. Baumgärtl und 1899–1901 Komposition bei R. Fuchs. Danach als Leiter einer eigenen Kapelle tätig, mit der er auch außerhalb Wiens (u. a. 1903 in Marienbad) gastierte. 1909 trat er aus dem Judentum aus und konvertierte zum Katholizismus. Spätestens ab 1920 auch als Arrangeur tätig, u. a. für die Universal Edition, für die er u. a. Werke von A. Bruckner, G. Mahler und R. Strauss für Salonorchester adaptierte. In den 1920er Jahren Kinokapellmeister in Wien. In dieser Eigenschaft erstellte er ein Musikalienverzeichnis für Kinokapellmeister, das Musikstücke nach unterschiedlichen Stimmungen gliederte. 1929–36 trat er zunächst mit seiner eigenen Kapelle, später als Leiter des Notstandsorchesters auf Radio Wien auf. B. wurde am 23.10.1941 aus Wien in das Ghetto Litzmannstadt in Łódź/PL deportiert.
Werke
Chöre, Lieder, Klavierstücke, Märsche (Jetzt wird’s fidel); Neapolitanische Nachtmusik; Arrangements für Salonorchester.
Literatur
F-A 1 (1936); Lex. d. Juden 1940; [Kat.] Vertreibung des Geistigen aus Öst. 1985; A. L. Staudacher, „… meldet den Austritt aus dem mosaischen Glauben“ 2009, 41; Illustriertes Wr. Extrabl. 4.1.1902, 6, Abend-Ausgabe 20.8.1903, 2; Das Kino-Journal 8.11.1924, 2f; www.doew.at (9/2017); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM).

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Bauer, Emil‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 08/01/2018]