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Basch-Mahler, Basch-Mahler, true Fanny (Fanni, geb. Mahler)
* 1854-06-2727.6.[7. lt. Trauungsbuch] 1854 Budapest, † 1942-11-1111.11.1942 Wien. Pianistin, Klavierpädagogin. Die Tochter eines Börsebesuchers erhielt ihre erste musikalische Ausbildung von ihrer Mutter Therese (* ca. 1833 Budapest?, † 13.6.1913 Wien) und schloss ihre Klavierausbildung 1871/72 am Konservatorium der GdM bei J. Epstein (Abschluss 1872) ab, danach studierte sie in Paris bei Antoine François Marmontel. Zurück in Wien, präsentierte sich B. Ende Jänner 1876 bei einem Konzert des Baritons A. Wallnöfer als Pianistin, 1880 unternahm sie mit ihm eine Konzertreise durch Böhmen und Deutschland. Gastierte als Solistin auch in Salzburg, Budapest, Innsbruck, wobei man ihr „eine brillante Technik, einen stählernen und dabei doch modulationsfähigen Anschlag“ (Signale für die Musikalische Welt 1 [1881]) attestierte. 1879 führte sie eine Tournee mit dem Ersten Oesterreichischen Damen-Quartett nach Mähren, Preußisch-Schlesien, Deutschland und Graz. In den sog. Novitäten-Soireen von C. Pruckner wirkte M. ab spätestens 1879 regelmäßig mit und machte sich u. a. um die Aufführungen von Kompositionen C. M. v. Savenaus, mit dem sie auch privaten Kontakt pflegte, verdient. B.-M. konzertierte in Wien mit dem Orchesterverein der GdM, dem Wiener Tonkünstler-Orchester und dem Streichorchester Accord. Darüber hinaus regelmäßig auch als Kammermusikerin (u. a. mit dem Hellmesberger-Quartett und dem Rosé-Quartett) und Klavierbegleiterin (u. a. von M. Wilt, Hermine Spies) tätig. Arbeitete später bis ins hohe Alter als Klavierpädagogin, u. a. 1909–29 am Neuen Wiener Konservatorium (Musiklehranstalten Wien). 1925 auch auf Radio Wien zu hören. Seit 19.3.1882 verheiratet mit dem Journalisten Ludwig (recte Lazar) Basch (* 12.12.1851 Budapest, † 25.10.1940 Wien), mit dem sie Sohn Erwin (* 23.3.1883 Wien) und Tochter Helene (verh. Flesch, * 5.12.1884 Wien) hatte. Zu ihrem Repertoire zählten u. a. neben J. S. Bach und den Wiener Klassikern Fr. Schubert, F. Chopin, Felix Mendelssohn Bartholdy, F. Liszt, J. Brahms und K. Goldmark. Mit den beiden Letzteren soll sie befreundet gewesen sein.
Ehrungen
1. Preis beim Concurs für Klavier des Konservatoriums der GdM am 20.7.1872; Prof.-Titel 1928.
Literatur
A. Ehrlich, Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart 21898; E. Möller, Die Musiklehranstalten der Stadt Wien und ihre Vorläufer in der 1. Hälfte des 20. Jh.s, Diss. Wien 1994; Kosel 1 (1902); Eisenberg 1893; M. Kornberger, Der Tonkünstler und Musikschriftsteller Carl Maria von Savenau (1837–1916) Bd. 1, Dipl.arb. Graz 1998; Die Presse 23.7.1872, 15, 18.1.1876, 11, 9.6.1880, 14, 18.3.1887, 11; Musikalisches Wochenbl. 25.6.1880, 324; Signale für die Musikalische Welt 39/1 (1881), 5, 42/35 (1884), 547; Wr. Allgemeine Ztg. 5.10.1880, 10; Illustrierte Kronen-Ztg. 24.6.1928, 8; NFP 12.10.1879, 6, 7.12.1879, 7, 3.12.1886, 7, 14.6.1913, 34; Wr. Sonn- und Montags-Ztg. 9.2.1880, 2, 25.6.1928, 6; Salzburger Ztg. 21.9.1877, 3; Morgen-Post 19.12.1880, [5]; NZfM 11.7.1879, 298; Neues Wr. Journal 13.9.1928, 11; Wr. Ztg. 1.5.1886, 16; Radio Wien 1.3.1925, 5; Trauungsbuch der IKG Mai 1881 – Februar 1885, RZ 213; https://secure.ikg-wien.at (8/2019); http://orchesterverein.at/ (8/2019); https://www.wienersymphoniker.at (8/2019); eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at; Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; Lehmann-Adressbücher).

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Basch-Mahler, Fanny (Fanni, geb. Mahler)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 04/12/2019]