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Bagge, Bagge, true Selmar
* 1823-06-3030.6.1823 Coburg/D, † 1896-07-1616.7.1896 Basel/CH. Cellist, Pianist, Organist, Dirigent, Komponist, Musikschriftsteller und -kritiker. Studierte 1837–40 am Prager Konservatorium Violoncello und Klavier, 1840 erster Cellist am städtischen Theater in Lemberg, 1842–62 in Wien, zuerst Privatlehrer, musiktheoretische Studien bei S. Sechter, 1851–55 Prof. für Komposition am Konservatorium der GdM, 1853–62 Organist der evangelischen Gemeinde in Gumpendorf (Wien VI), seit 1855 Musikkritiker der Monatsschrift für Theater und Musik, 1860–62 Mitbegründer und Herausgeber der in Wien erscheinenden Deutschen Musik-Zeitung (gewann als Mitarbeiter E. Hanslick, G. Nottebohm, W. J. v. Wasielewski, Arrey v. Dommer); da sich die Zeitschrift in Wien nicht durchsetzen konnte, ging B. nach Leipzig/D und begründete dort die Neue Folge der Allgemeinen Musik-Zeitung (1863–68), die Korrespondenzen über das Wiener Musikleben enthält; Leiter der Singakademie in Halle an der Saale/D, 1868 Direktor der MSch. in Basel, Lektor an der dortigen Univ.; B. setzte sich als Kritiker für Felix Mendelssohn Bartholdy und R. Schumann ein. Der Neudeutschen Schule, aber auch J. Brahms (verhinderte zunächst die Drucklegung von dessen Sextett op. 36) stand er ablehnend gegenüber.
Werke
Kammermusik; Lieder; Klavierwerke; 4 Symphonien; Klavierkonzert; Chorwerke; 2 Messen.
Schriften
Gedanken und Ansichten über Musik und Musikzustände 1860; Lehrbuch der Tonkunst oder Allgemeine Musiklehre für Musiker, Dilettanten und Kunstfreunde 1873; Über musikalische Richtungen 1873; Das Musikalisch-Schöne 1882; C. M. v. Weber 1884; zahlreiche Beiträge für Zeitschriften.
Literatur
MGG 2 (1999); NGroveD 2 (2001); MGÖ 3 (1995); Wurzbach 14 (1865); G. Eglinger, S. B. 1897; Refardt 1928; Dt. Musik-Ztg. 13.12.1862, 400.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Bagge, Selmar‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 21/08/2018]


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