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Ferenczy Ferenczy Franz: (eig. Friedemann, Fricolmann), Brüder
Franz: * 1835 -02-1212.2.1835 Ungvár/H (Užhorod/UA), 1881 -03-077.3.1881 Weimar/D. Sänger (Tenor). Ausbildung bei Francesco Lamperti in Mailand und 1855–58 in Wien; 1859 Debüt am Grazer Stadttheater; ab 1862 an der Berliner Hofoper, bekannt mit G. Meyerbeer; 1863 Gastspiele in Deutschland, Russland und England; 1864–68 (ÖBL: 1865–71) Mitglied der Wiener Hofoper, ab 1871 des Weimarer Hoftheaters, sang hier 1877 den Titelhelden bei der UA der Oper Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns unter der Leitung von F. Liszt. Gastspielreisen u. a. nach Norwegen und Schweden.

José (eig. Jozsef): * 2.2.1852 Ungvár/H (Užhorod/UA), † 27.7.1908 Buenos Aires/RA. Sänger (Tenor). Studierte wie sein Bruder bei Lamperti in Mailand, dann bei seinem Bruder; debütierte 1874 am Weimarer Hoftheater; Engagements in Magdeburg, Graz, Berlin und Wien; 1885 Operettensänger am Hamburger Carl-Schultze-Theater; 1887 in St. Petersburg; 1897/88 Mitglied der New Yorker Metropolitan Opera; 1888 Leitung des Carl-Schultze-Theaters in Hamburg, später auch des Kurtheaters in Karlsbad und ab 1899 des Berliner Centraltheaters; unternahm 1907 eine Südamerika-Tournee, während der er starb. J. F. war mit der Operettensängerin Lucie F.-Verdier (1862–1903) verheiratet.


Literatur
K-R 1997; ÖBL 1 (1957).

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Ferenczy (eig. Friedemann, Fricolmann), Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 26/11/2001]